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Rücktritt als Nationalrätin Schmid-Federer: «Kurs der CVP hat mir das Leben erschwert»

Legende: Video Nationalrätin Barbara Schmid-Federer tritt zurück abspielen. Laufzeit 0:29 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 03.05.2018.
  • Die Zürcher Nationalrätin Barbara Schmid-Federer hat ihren Rücktritt per 7. Juni 2018 erklärt.
  • Das teilt die CVP-Politikerin in einer Presseerklärung mit.
  • Schmid-Federer sass seit 2007 in der Grossen Kammer.
Barbara Schmid-Federer
Legende: Barbara Schmid-Federer tritt im Verlauf der kommenden Sommersession zurück. Keystone

In Zukunft möchte sie sich vermehrt auf ihr «soziales Engagement zugunsten von Menschen in Not in unserer Gesellschaft konzentrieren», schreibt Schmid-Federer auf ihrer Webseite. Zudem werde sie sich um einen Sitz im Rotkreuzrat bewerben.

In einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» kritisiert Schmid-Federer zudem den Kurs von CVP-Präsident Gerhard Pfister: «Ich verheimliche nicht, dass mir der heutige Kurs der CVP das politische Leben erschwert.»

Die aktuelle Parteispitze wolle primär in den Stammlanden Wähler zurückholen und habe dazu einen konservativ-bürgerlichen Weg eingeschlagen, mit dem sie sich kaum identifizieren könne, so Schmid-Federer.

Mehr auf liberal-sozialen Flügel achten

Sie sei hingegen überzeugt, die CVP könne Stimmen bei den nächsten Wahlen gewinnen, «wenn der liberal-soziale Flügel stärker miteinbezogen würde», so die Nationalrätin.

Dass sie ihre Partei, die CVP, mit ihrem Rücktritt in Schwierigkeiten bringe, sieht die Männedörfler CVP-Nationalrätin hingegen nicht. Auf eine entsprechende Frage antwortet sie, ihr Nachfolger Philipp Kutter habe ein Jahr vor den nationalen Wahlen noch genügend Zeit, sich zu etablieren.

Legende:
Wähleranteile der CVP bei den Nationalratswahlen seit 1991 bfs

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Ulrich Zimmermann (Crocc)
    Die CVP sollte sich öffnen für alle christlich-orientierten Wähler, sonst verliert sie an Wähleranteilen. Bei der aktuellen Polarisierung von links und rechts, wäre eine starke, regierende Mitte wichtig. Aber Herr Pfister scheint mir dazu nicht geeignet.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Diese hier Teilweise Abschätzigen Bemerkungen gegen Frau Schmid-Federer finde ich einfach nur beschämend. Es fällt auf das immer noch gewisse Herren im gesetzten Alter, zu denen auch ich gehöre, immer noch sehr abschätzig über Frauen sprechen, besonders wenn sie nicht ihre Politik vertreten. Traurig dass das im 2018 immer noch so ist, ich schäme mich als Mann dafür sehr!
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  • Kommentar von Ueli Lang (Wochenaufenthalter)
    Die Spannweite der CVP wird am Beispiel von Frau Schmid aufgezeigt. Auf der einen Seite relativ wertkonservative Bürgerliche, auf der anderen Seite christliche Sozialisten. Mit der Abnahme der Bedeutung der Konfessionen fällt diese katholische Klammer, die nur für die CVP parteipolitisch lebenswichtig ist, weg. Die Grünen sind ökologischer, die SP ist sozialer, die FDP ist wirtschaftsfreundlicher und die SVP ist konservativer. Da bleibt für die CVP zu wenig übrig.
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