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Schweiz SBB-Fahrplanwechsel: Die wichtigsten Änderungen

Am 13. Dezember 2015 wird die SBB den Fahrplan wechseln. Es ist die grösste Anpassung seit 2004. Vor allem im Grossraum Zürich ändert sich einiges.

Legende: Video SBB plant grosse Fahrplansänderung abspielen. Laufzeit 03:52 Minuten.
Aus Tagesschau vom 26.05.2015.

Der Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015 wird der anspruchsvollste seit Einführung der «Bahn 2000» im Jahr 2004: Die Durchmesserlinie für den Fernverkehr wird in Betrieb genommen und zwischen Renens (VD) und Lausanne (VD) starten umfangreiche Bauarbeiten im Rahmen des Projekts «Léman 2030».

Diese Arbeiten auf der West-Ost-Achse, der Hauptschlagader des Schweizer Bahnnetzes, sind nicht ohne Auswirkungen auf den Fahrplan möglich. Deshalb ändert die SBB schweizweit die Linienführung verschiedener Fernverkehrsverbindungen auf der West-Ost-Achse.

Die Verbindungen Nord-Süd erfahren gegenüber dem aktuellen Fahrplan keine wesentlichen Änderungen. Insgesamt wird das Angebot im Fernverkehr um 660‘000 Zugkilometer ausgebaut, im Regionalverkehr gar um 2,3 Millionen Kilometer.

Die wichtigsten Änderungen

  • West–Ost-Achse: Neu wird die Durchmesserlinie Zürich für den Fernverkehr auf der West-Ost-Achse genutzt: Die westliche Ausfahrt zwischen dem Bahnhof Löwenstrasse und Zürich Altstetten wird in Betrieb genommen. Zwischen Zürich HB und St.Gallen verkehren neu stündlich drei Züge des Fernverkehrs, anstatt zwei wie heute. Der bisherige InterCity zwischen dem Flughafen Genf und St. Gallen (via Bern–Zürich HB) wird ab Winterthur ohne Halt bis St.Gallen weitergeführt. Die Reisezeit nach St.Gallen mit Abfahrt von Zürich verkürzt sich um 18 Minuten. Der Interregio Konstanz–Zürich–Biel/Bienne endet künftig in Zürich HB.
  • Westschweiz: Mit dem Projekt «Léman 2030» werden zwischen Lausanne und Genf bis 2025 Bahnausbauten im Umfang von rund 3 Milliarden Fr. realisiert. Für Pendler in der Westschweiz bedeutet dies grosse Änderungen: Zwischen Zürich und Neuchâtel-Yverdon-les-Bains verkehren die ICN künftig im Halbstundentakt. Reisende aus der Nordwest- in die Westschweiz und umgekehrt steigen dafür in Biel/Bienne oder Olten um. Von Neuchâtel bis La Chaux-de-Fonds und Buttes wird den Halbstundentakt eingeführt und die RER Vaud wird bis Grandson verlängert. Gleichzeitig werden gewisse Linien neu geführt. Zwischen Wallis und Italien wird der Autoverladezug Simplon Brig-Iselle neu alle 90 Minuten fahren.
  • Basel–Zürich–Ostschweiz: Der sogenannte «Flugzug» verkehrt ab Basel SBB neu via Zürich HB nach Zürich Flughafen, wodurch sich ein halbstündliches Angebot aus dem Fricktal nach Zürich HB ergibt. Die Fahrzeit zum Flughafen verlängert sich dadurch um 9 Minuten. Der Interregio Basel–Aarau–Zürich verkehrt neu überwiegend weiter via Zürich Flughafen nach St. Gallen mit Halt in Winterthur, Wil (SG) und Gossau.
  • Internationaler Verkehr: Die internationalen Verbindungen Zürich HB–Schaffhausen–Stuttgart Hbf erhalten neue Abfahrtszeiten und dadurch bessere Anschlüsse in Stuttgart. Ausserdem bietet die SBB neu ICE-Verbindungen ab Chur via Basel nach Frankfurt bzw. Hamburg an. Damit wird die Anzahl der Direktverbindungen zwischen Basel SBB und Chur erhöht.
  • Zürcher S-Bahn: Bei der Zürcher S-Bahn gibt es neue Linien und Linienführungen. Ausserdem werden die Fahrzeiten verschiedener Verbindungen angepasst. Damit soll die Pünktlichkeit verbessert werden. Dies führt dafür auf gewissen Strecken zu leicht längeren Fahrzeiten.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Grossenbacher, Basel
    Der Halbstundentakt auf der Jura-Fuss-Linie ist ein Fortschritt. Aber das Abschneiden der NWCH ist mehr als ein Rückschritt, das ist ein No-Go! Dass alle direkten Verbindungen Basel-Lausanne und Basel-Genf gestrichen werden und Pendler sowie internationale Fernreisende in Olten oder Biel zum Umsteigen gezwungen werden, ist schlicht nicht tragbar! Dass die SBB-Leitung selbst kantonale Einsprachen ignoriert, zeigt deren Arroganz. Traurig, dass eine bedeutende Grossregion so abgehängt wird!
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    1. Antwort von Marlene Zelger, 6370 Stans
      ich glaube, der Chef-Lokführer Meyer hat aus Versehen den Rückwärtsgang geschaltet.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Noch mehr (über 3%!) Zugsleistungen auf dem bereits völlig am Limit stehenden Schienennetz der SBB, sollen ab dem nächsten Fahrplanwechsel angeboten werden! Die immer grössere Belastung der Geleise hat bereits jetzt schon ein grosses Unterhaltsdefizit! Die immer höheren Kosten der Infrastruktur-Anlagen müssen irgendwie von "jemandem" bezahlt werden! Ist es der Bund (wir Steuerzahler), die Kantone als "Besteller" oder die Bahnkunden mit ihren Billet-Preisen? Politischer Zündstoff erster Güte!
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  • Kommentar von Markus Schaub, Bern
    An R. Bernasconi, Wolfsburg: Die Deutschen sollten die DB verstaatlichen wie es die SBB ist. Eine Landesbahn soll verstaatlicht sein. Zudem ein Streikverbot wie hier in der Schweiz. Damit wären die Streiks Vergangenheit. Natürlich mit entsprechend harten Sanktionen falls das Streikverbot nicht eingehalten würde. Aus diesem Grunde hat man hier in der Schweiz diese Sauerei nicht.
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    1. Antwort von Rene Bernasconi, Wolfsburg
      Da stimme ich völlig zu. Die Bahnkunden in Deutschland haben die Schnauze endgültig voll. Leider wurde der nächste Streik bereits angedroht.
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    2. Antwort von Adrian Flükiger, Bern
      @Schaub: Sie sind mir noch ein Zeitgenosse. In der Schweiz wird viel zu wenig gestreikt. Wäre es umgekehrt, man könnte uns viel weniger gut über den Tisch ziehen. Hände weg vom Streikrecht!!!!
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    3. Antwort von Urs Müller, Liestal
      Herr Schaub ich verstehe Sie nicht. Die SBB ist wie die DB eine AG, welche zu 100% im Besitz des jeweiligen Staates ist. Die Angestellten beider "Firmen" haben selbstverständlich ein Streikrecht. Nur können sich die Schweizer Gewerkschaften mit der SBB einigen, bevor es zu grösseren Streiks kommt.
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