Nach massivem Abbau SBB von Bombardier-Kahlschlag nicht betroffen

  • Der Kahlschlag bei Bombardier hat keine Konsequenzen auf die Lieferung der Doppelstockzüge an die SBB.
  • Der kanadische Hersteller werde die 23 Züge wie vereinbart Ende Jahr liefern.
  • Die Montage der Züge müsse auch nicht in andere europäische Filialen verlegt werden.

Die SBB haben den Stellenabbau zu Kenntnis genommen, gehen aber ebenfalls nicht davon aus, dass er Auswirkungen auf die Lieferung der Doppelstockzüge haben wird, wie SBB-Sprecher Jean-Philippe Schmidt sagte.
Bombardier und die SBB hatten im November 2014 eine neue Vereinbarung über die Lieferung der bestellten Züge abgeschlossen, nachdem bekannt geworden war, dass Bombardier voraussichtlich einen Rückstand von etwa einem Jahr bei der Auslieferung hatte.

Gratis-Züge als Kompensation

Damals wurde vereinbart, dass als Kompensation für die Verspätung Bombardier drei zusätzliche Züge und Ersatzteile gratis liefern wird. Falls es erneut zu Verspätungen kommen sollte, so werde das weitere Konventionalstrafen nach sich ziehen, hiess es bei der SBB.

Bombardier hatte den «Jahrhundertauftrag» der SBB 2010 gegen Stadler und Siemens an Land gezogen. Das Auftragsvolumen für rund 60 Doppelstockzüge beläuft sich auf knapp zwei Milliarden Franken.

Bis Ende 2019 sollen 59 Züge geliefert sein, die drei Zusatzzüge sollen im ersten Quartal 2020 folgen. Die 200 Meter langen Doppelstockzüge werden die IC 2000 ersetzen und auf der Strecke Genf - St. Gallen zum Einsatz kommen.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Bombardier streicht Hunderte Arbeitsplätze

    Aus Tagesschau vom 8.6.2017

    Der kanadische Bahnhersteller Bombardier will in der Schweiz 650 Stellen abbauen – rund die Hälfte der Belegschaft.