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Bergbahnen leiden wegen Schneemangel
Aus Tagesschau vom 03.01.2016.
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Schweiz Schneemangel in Skigebieten ist rekordverdächtig

Lange hat der Schnee auf sich warten lassen – für viele Skigebiete eine finanzielle Durststrecke. Die Bündner Bergbahnen etwa haben im Dezember rund 20 Prozent weniger Gäste verzeichnet als üblich. Ob dieses Jahr oder in Zukunft – Schneekanonen scheinen unerlässlich.

Lange haben die Skigebiete in Sachen «Kalt und Weiss» auf dem Trockenen gesessen – seit dem Wochenende liegen endlich verbreitet 10 Zentimeter Neuschnee. Doch im Dezember litten viele Gebiete noch unter dem verlängerten Spätherbst. Das lassen zumindest die Zahlen aus Graubünden vermuten.

Rund 20 Prozent weniger Umsatz in Graubünden

Die Bündner Bergbahnen verzeichneten rund einen Fünftel weniger Besucher und weniger Umsatz als in den letzten Jahren. Silvio Schmid, Präsident der Bergbahnen Graubünden, erkklärt: «Problematisch war es für die, die keine Beschneiungsanlagen hatten, sowie für die tiefer gelegenen Skigebiete.»

Die Meinung, dass es keinen Schnee habe in den Bergen und somit auch keine befahrbaren Pisten, habe vor allem die Tagestouristen davon abgehalten, in die Region zu kommen, so Schmid.

Die Beschneiungsanlage ist die Vollkaskoversicherung für die Bergbahnen.
Autor: Silvio SchmidPräsident Bergbahnen Graubünden

Der Schneemangel war rekordverdächtig: Nach Angaben des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung betrug die Schneemenge in den Alpen im Dezember nur gerade magere 6 Prozent des langjährigen Mittels. Ohne künstliche Beschneiung hätten viele Skigebiete im Dezember gar nicht öffnen können.

Eine Schneekanone
Legende: Die Schneekanonen – die Retter in der Not. SRF

Schmid schätzt, dass ohne Beschneiungsanlagen wohl nicht einmal 10 Prozent der Pisten im ganzen Alpenraum befahrbar gewesen wären. Seit Jahren würde man die Strategie verfolgen: Keine Skianlage ohne Schneekanonen. Offenbar sei die Gangart richtig. «Die Beschneiungsanlage ist die Vollkaskoversicherung für die Bergbahnen», sagt Schmid.

Positive Zahlen im Berner Oberland

Erstaunlich ist jedoch, dass einzelne Bahnen für die Festtage gar ein Besucher-Plus vermelden konnten. So zum Beispiel das Gebiet Adelboden-Lenk im Berner Oberland.

Matthias Werren, Geschäftsführer der Skiregion Adelboden-Lenk, erklärt: «Wir konnten einerseits noch von dem vielen November-Schnee zehren und hatten damit auch über die Festtage ein gutes Pistenangebot.» Zu dem guten Ergebnis hätten aber auch die vielen schönen Sonnentage verholfen.

Im Kanton Graubünden hofft man, dass es bis zum Frühling noch möglichst viele schöne und schneereiche Wochenenden gibt. So dass es am Ende bei den Bergbahnen vielleicht doch noch für ein leichtes Plus reicht.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Räumelt  (Wirtschaftskanzlei)
    18 Millionen Kubikmeter Wasser für eine Saison.. aber im Sommer die Bevölkerung auffordern Wasser zu sparen und den Garten nicht so oft Bewässern? Sollte man sich mal Gedanken darüber machen, ohne wirtschaftliche Hintergedanken.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Das Wasser ist ja nicht verloren. Es schmilzt im Frühling vor Ort!
  • Kommentar von Ursula Schüpbach  (Artio)
    Im Notfall benutzt man halt Schneekanonen.
  • Kommentar von Fabian Meier  (FabianMeier)
    der schnee liegt gut und das schon seit einigen tagen. jedoch wird auch von den news-portalen mehr schlechtes als rechtes gezeigt (grüne wiesen im dezember bringen kein neues touristenhoch). beiträge über die arbeit des pistendienstes mit weissen (und sehr gut fahrbaren) pisten waren fehlanzeige. stattdessen wird über die "nicht-grünen" schneekanonen geschrieben und wie schlecht diese sind. danach werden berichte wie diese ("keine besucher") veröffentlicht: so "gewinnt" man "leser"