Schweiz ermittelt gegen Janukowitsch-Clan

Die Bundesanwaltschaft hat zwei Strafuntersuchungen gegen den gestürzten ukrainischen Präsidenten und seine Entourage eröffnet. Grund: Verdacht auf Geldwäscherei.

Viktor Janukowitsch blickt nachdenklich zur Seite Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gegen den gestürzten ukrainischen Präsidenten geht die Schweiz mit Geldsperren und Ermittlungen vor. Keystone

Nur wenige Tage, nachdem der ukrainische Präsident gestürzt wurde, ordnete der Bundesrat die Banken an, Viktor Janukowitschs Vermögen zu sperren. In der vergangenen Woche hat die Bundesanwaltschaft nun zwei Strafverfahren eingeleitet.

Eines der Verfahren richtet sich gegen zwei Personen aus dem Umfeld des entmachteten ukrainischen Staatschefs. Das zweite Verfahren laufe gegen eine unbekannte Täterschaft, erklärte Bundesanwalt Michael Lauber in der «Zentralschweiz am Sonntag». Zur Identität der Verdächtigen äusserte sich Lauber nicht.

Verdacht offenbar erhärtet

Bei der Behörden liefen bislang Ermittlungen wegen einer Anzeige der Meldestelle für Geldwäscherei (MROS), unter anderem kam es zu Hausdurchsuchungen. Die Verdachtsmomente scheinen sich nun erhärtet zu haben. Laut Lauber ist mittlerweile auch eine zweite Meldung eingegangen. Über die Eröffnung der Strafuntersuchung berichtete die «NZZ am Sonntag». Auch bei der Genfer Justiz läuft ein Verfahren. Lauber geht davon aus, dass die Bundesanwaltschaft für die Strafverfolgung in Fällen solcher Tragweite zuständig ist.