Schweiz spielt bei G20 mit – zumindest bei Finanztreffen

Die Schweiz will schon lange. Aber die G20 will sie nicht. Die jährlichen Treffen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer fanden bisher ohne die Eidgenossenschaft statt. Dies, obwohl die Schweiz einer der wichtigsten Finanzplätze weltweit ist. Jetzt gibts eine Erfolgsmeldung.

Den Russen sei Dank. Sie haben dieses Jahr die G20-Präsidentschaft; und sie wollen auch Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf und Nationalbankpräsident Thomas Jordan am Verhandlungstisch. Zumindest bei den Treffen der Finanzminister und Zentralbankgouverneure. Die ersten finden am 15. und 16. Februar in Moskau statt.

«Es ist für die Schweiz wichtig, auf dieser Ebene involviert zu sein. Wir werden unser Know-how als wichtiger Finanzplatz konstruktiv einbringen und bei Weichenstellungen für das internationale Finanzsystem verstärkt mitprägen können», liess Bundesrätin Widmer-Schlumpf in einer Medienmitteilung des Eidgenössische Finanzdepartementes (EFD) verlauten.

Finanzministerin Widmer-Schlumpf und Nationalbankpräsident Jordan laufend Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf und Nationalbankpräsident Thomas Jordan: Bald zusammen in Moskau bei der G20 Keystone

In St.Petersburg kaum dabei

Laut dem EFD verweisen die Russen in ihrer Einladung auf die wichtige Rolle der Schweiz im internationalen Finanzsystem sowie auf die gute und fruchtbare Zusammenarbeit im Rahmen des bilateralen Finanzdialoges mit Russland.

Es ist kein Zufall, dass sich ausgerechnet Moskau dem Schweizer Anliegen zumindest ein Stück weit annimmt. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern gelten als sehr gut. Allerdings: Beim G-20-Gipfeltreffen in St.Petersburg anfangs September wird die Schweiz wohl weiternhin aussen vor bleiben.