Schweiz und China – Zwei völlig unterschiedliche Handelspartner

Bundespräsident Schneider-Ammann reist heute nach nach China. Hier trifft er sich mit Staatschef Xi Jinping. Die Schweiz und China treiben zwar immer mehr Handel miteinander – unterscheiden sich aber stark, wie unsere Grafiken zeigen.

Entwicklung Bilateraler Handel Schweiz-China Ab 2012 wurde die Berechnungsmethode geändert. Vergleiche zwischen 2012 und den vorhergehenden Jahren sind daher nicht direkt möglich. Grössere Schwankungen innerhalb eines Jahres lassen sich aufgrund der Volatilität des Goldpreises und -marktes erklären.

Am 6.Juli 2013 unterzeichneten Chinas Handelsminister Goa Hucheng und Bundesrat Johann Schneider-Ammann in Peking ein Freihandelsabkommen zwischen den beiden Ländern. In Kraft trat es schliesslich am 1.Juli 2014, nachdem National- und Ständerat grünes Licht gegeben haben.

China (ohne Hong Kong und Macau) ist der drittwichtigste Handelspartner für die Schweiz hinter der EU und den USA. Aus Sicht der Schweiz ist der bilaterale Handel mit China über die vergangenen 15 Jahre deutlich gewachsen.

Dennoch sind die Unterschiede zwischen den beiden Ländern nach wie vor gross – China holt zwar auf, noch immer weist die Schweiz aber eine deutlich höhere Lebensqualität auf.

Bevölkerungsgrösse

Alter

Lebenserwartung

Wohlstand

Stromverbrauch

Top 5 der Exportprodukte nach China

Top 5 der Importprodukte aus China

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Freihandelsabkommen mit China bringt erst wenig

    Aus Tagesschau vom 6.4.2016

    Seit fast zwei Jahren gilt das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China. Eine Studie der Schweizerisch-Chinesischen Handelskammer zeigt, dass 90 Prozent der befragten Firmen keinen positiven Effekt spüren. Ein Thema auf der heute gestarteten China-Reise von Bundespräsident Johann Schneider-Ammann.

  • Magere Bilanz bei Freihandelsabkommen Schweiz-China

    Aus Tagesschau vom 6.4.2016

    Die Umsetzung des Freihandelsabkommens hapert. Nur rund 10% Schweizer Firmen profitieren davon. Dies wird eines der Themen sein beim Staatsbesuch von Bundespräsident Schneider-Ammann in China.