Schweiz verbietet weitere Geschäfte mit Russen

Eigene Sanktionen gegen Russland hat die Schweiz wegen der Krise in der Ukraine nicht ergriffen. Sie will aber verhindern, dass diejenigen von EU und USA umgangen werden. Nun hat Bern die entsprechende Verordnung angepasst.

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Bildlegende: Eigene Sanktionen der Schweiz gegen Russland gibt es nicht. Sie will aber verhindern, dass bestehende umgangen werden. Parlamentsdienste

Die Schweiz reagiert auf die Ausweitung der Sanktionen von USA und EU gegen Russland. Das Land verbietet Finanzgesellschaften, mit weiteren 26 Personen und 18 Unternehmen neue Geschäftsbeziehungen einzugehen.

Sanktionen gegen Russland

0:35 min, aus Tagesschau am Mittag vom 5.8.2014

Von der Massnahme sind vor allem Russen betroffen. Der Bundesrat hat die Sanktionen der EU wegen der Krise in der Ukraine zwar nicht übernommen. Er will aber deren Umgehung verhindern und erliess deshalb am 2. April eine Verordnung über «Massnahmen zur Vermeidung der Umgehung internationaler Sanktionen».

Diese hat er nun angepasst. Eigene Sanktionen nach dem Vorbild der EU und der USA lehnt die Schweiz aber ab.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Die EU-Sanktionen kommen in der Schweiz unterschiedlich gut an

    Aus Tagesschau vom 30.7.2014

    Auch wenn noch völlig offen ist, ob die Schweiz mitzieht oder nicht: Einige Politiker im eidgenössischen Parlament habe sich ihre Meinung schon gebildet. Aus verschiedensten Parteien heisst es, das sei nicht der richtige Weg.