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Schweiz Schweizer wollen elektronisch abstimmen können

Eine Umfrage zeigt grosse Zustimmung zum E-Voting – und zwar nicht nur unter den Jüngeren. Es gibt aber auch Bedenken.

Eine Umfrage im Auftrag des Zentrums für Demokratie (ZDA) in Aarau zeigt: Mehr als zwei Drittel der Stimmberechtigten befürworten laut einer die Einführung des E-Votings. Eine flächendeckende Einführung der elektronischen Stimmabgabe ist für die bis 30-Jährigen fast schon ein Muss. 29 Prozent der insgesamt 1523 befragten Personen in den drei Landesteilen lehnen das E-Voting ab oder sind vollkommen dagegen.

Auch Sicherheitsbedenken sind vorhanden. 61 Prozent der Befragten glauben, dass die Stimmabgabe über das Internet einfacher manipuliert werden kann als die Briefwahl. 57 Prozent befürchten sogar, dass beim E-Voting ausländische Geheimdienste mitlesen könnten.

Risikobewusstsein in der Bevölkerung

Die Umfrage zeigt gemäss Zentrum für Demokratie, dass sich die Bevölkerung der Risiken bewusst ist, die Abstimmungen und Wahlen mit sich bringen. Die Digitalisierung habe jedoch alle Arbeits- und Lebensbereiche so stark durchdrungen, dass die flächendeckende Einführung von E-Voting als folgerichtige Konsequenz erachtet werde.

Das Befragungsinstitut Link führte die Umfrage im Auftrag des ZDA im April durch. Das 2009 gegründete Zentrum für Demokratie ist eine gemeinsame Hochschuleinrichtung der Universität Zürich und der Fachhochschule Nordwestschweiz.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Ida Fischer (Ida Fiischer)
    Wieviele CH wurden wohl befragt? Wenn von 8 Millionen 327'126 Pers. 1000 Pers. befragt wurden kann man wohl kaum mit diesem Titel "Die Schweizer wollen E Voting " Propaganda betreiben. Die pers. Stimmabgabe wird zur Oeffentlichkeit. Die Demokratie geschwächt weil die Manipulationsgefahr grösser wird ganz zu schweigen von den Investitionen die wohl nicht vertretbar sind. Aber über diese hört man nichts. Ich erinnere an die Einführung des biometrischen Passes.
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    1. Antwort von Sophie Scholl (Sophie Scholl)
      Ich möchte dich darauf hinweisen, dass sich in der Schweiz im Jahre 2015 nur 43 Prozent an den Abstimmungen beteiligt haben. Ist dies für dich der Inbegriff einer "starken" Demokratie? Zudem gibt es die so genannten Auslandsschweizer, die 10% der Schweizer Bevölkerung ausmachen, die oftmals keine Chance haben die Abstimmungsunterlagen rechtzeitig zu erhalten. Ich verstehen deine Bedenken bezüglich der Manipulation, jedoch hat uns C.Blocher gelernt, dass es immer einen Weg gibt zum Betrug.
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  • Kommentar von Daniel Fuchs (Daniel Fuchs)
    Ich stimme meist per Briefpost die ich dann direkt in den Briefkasten der Gemeinde lege, ab und an auch richtig altmodisch am Sonntag morgen im Stimmlokal. Von e-Voting halte ich als Informatiker genau nichts, der Nutzen macht die Risiken einfach nicht wett... Und mal ehrlich, was ist am abstimmen per Post jetzt so kompliziert? Kommt doch jeder auf m weg zur Arbeit an einem Briefkasten vorbei
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  • Kommentar von Herr Mi (Cypherpunk)
    Vom ungelösten Problem, wie man sich authentisieren soll (mit Username und Passwort vielleicht? :) ), über das vom chaos computer club liebevoll genannte "Wahlcomputermassaker" bis hin zur Frage, was jetzt ist, wenn ein Virus auf meinem PC für die SVP gewählt hat sprechen doch so einige Dinge für das alte System. Elektronische Wahlen sind auch in der Forschung noch alles andere als ein gelöstes Problem (wenn man von so praktischen Dingen wie im ersten Satz absieht). Da will man nicht hin.
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