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Session «Ein schwarzer Tag für die Konsumenten»

Wer online einkauft, soll nicht das Recht haben, vom Kauf zurückzutreten. Dies hat das Parlament heute entschieden. Prisca Birrer-Heimo, die Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz SKS, ist darüber empört.

Prisca Birrer-Heimo
Legende: Die Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz SKS, Prisca Birrer-Heimo. Keystone

Nach dem Nationalrat hat heute auch der Ständerat entschieden: Wer online einen Vertrag abschliesst, soll nicht das Recht haben, davon zurückzutreten. Das empört Konsumentenschützer:

«Heute ist ein schwarzer Tag für den Konsumentenschutz», sagt Prisca Birrer-Heimo, die Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz SKS, zum abschliessenden Entscheid des Parlaments.

Einzelne Webshops sind konsumenten-freundlich

Sie empfiehlt den Konsumenten, welche dennoch sicher im Internet einkaufen wollen: «Wer online Güter bestellt, soll in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen AGB schauen, ob beim Vertragsabschluss ein Widerrufs-Recht gewährt wird.»

Es sei immer wieder der Fall, dass das Bild eines Produkts im Web zu ungenau ist und nicht den wahren Zustand des Gegenstandes widerspiegelt. Dann sollten Käuferinnen und Käufer einen Gegenstand innert einer gewissen Frist zurückgeben können, fordert Birrer-Heimo. Einige Webshops räumen Konsumenten dieses Recht freiwillig ein.

Doch viele Käufer hätten keine Zeit und Lust, die oft seitenlangen AGB durchzulesen, betont Birrer-Heimo. Für diese sei ein Qualitäts-Label für das Rückgabe-Recht eines Kaufs allenfalls eine Lösung. Der SKS habe sich jedoch noch nicht eingehend damit befasst, sagt Prisca Birrer-Heimo.

12 Kommentare

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  • Kommentar von J.Sand, Zürich
    Bedenkt, dass ihr mit jeder Onlinbestellung euer Hauptvergnügen in Gefahr bringt. Es kommt der Tag, wo ihr draußen nur noch Wohnblocks und Strassen findet, kein Geschäft mehr. Das wäre ein schwarzer Tag! Shoppen könnt ihr dann nur noch am PC. Ist doch nicht das selbe, wenn man zwei Tage warten muss, bis man das Schlüttli probieren kann um dann ein Päckli zu machen und es zurückschicken. Bedenkt, auf lange Sicht gibt es nie den Fünfer und das Weggli!
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  • Kommentar von Hans Knecht, Torny
    Interessant war bei der Session das Zitat aus Bern auf DRS 1 "Man muss den Anbieter vor den Konsumenten schützen". Es ist äusserst bedenklich wenn ein Volksvertreter sowas sagt. Dabei gäbe es einfache technische Massnahmen wie man eine Win-Win-Lösung erreichen kann.
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  • Kommentar von Reto Derungs, Olten
    nun all die weiter svp und fdp wählen sind selber schuld, es ist nun mal so, dass die lobby im bundeshaus ganze arbeit leistet, in sachen nur im inland einkaufen und wenn möglich noch selber in den laden gehen. da erscheint mir das rückgaberecht absurd, den das völcklein schweizerlein wählt halt svp usw...und die sind halt nicht konsumetenfreundlich. da seit ihr alle selber schuld., aber ich kaufe alles im ausland ein , ist mir doch egal ! wenn das schweizervölklein mehr zahlen will,,,,,;-)
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