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Session «Gewaltsame Worte können zu gewaltsamen Taten führen»

Der Schock nach dem Attentat auf Jo Cox sitzt tief. Nicht nur in Grossbritannien, sondern auch in der Schweiz. Sichtlich bestürzt gedachten die Parlamentarier ihrer ermordeten Kollegin. Ständeratspräsident Raphaël Comte rief zu Mässigung und Respekt in der politischen Debatte auf.

Legende: Video Christa Markwalder: Angriff auf Demokratie und Freiheit abspielen. Laufzeit 01:24 Minuten.
Aus News-Clip vom 17.06.2016.

Kurz vor der Brexit-Abstimmung erschüttert ein brutales Attentat Grossbritannien: Ein möglicherweise psychisch kranker Rechtsextremist ermordet eine Labour-Politikerin auf offener Strasse. Die Tat verstört ganz Grossbritannien, und auch die Schweizer Parlamentarier reagieren sichtlich betroffen. Am letzten Tag der Sommersession gedachten die Präsidenten der beiden Kammern der britischen Abgeordneten.

«Der gewaltsame Tod löst Bestürzung, Trauer und tiefe Betroffenheit aus», sagte Nationalratspräsidentin Christa Markwalder (FDP/BE). Die brutale Tötung sei ein Angriff auf unsere Gesellschaft und deren Werte. Die Nationalratspräsidentin versicherte den Angehörigen und dem britischen Parlament das Mitgefühl, die Solidarität und den Respekt der Eidgenössischen Räte.

Mässigung in der politischen Debatte

Ständeratspräsident Raphaël Comte stellte fest, die Tat zeige leider, dass man auch heute noch für seine Ideen oder wegen dieser sterben könne: «Die Tragödie muss die Bedeutung der Demokratie und des Respekts unterschiedlicher Meinungen ins Bewusstsein rufen.» Niemand solle wegen seiner Überzeugungen beleidigt, eingeschüchtert oder sogar getötet werden, so Comte.

Legende: Video Raphaël Comte: Auch die Politik steht in der Pflicht abspielen. Laufzeit 01:13 Minuten.
Aus News-Clip vom 17.06.2016.

«Das tragische Ereignis muss die Parlamentarier auch an ihre Verantwortung erinnern», sagte Comte. Denn gewaltsame Worte könnten stets zu gewaltsamen Taten führen. Er wünsche sich, dass in der Schweiz eine Demokratie bewahrt werde, in welcher der Respekt vor dem anderen in der Debatte nicht verloren gehe, sagte der Ständeratspräsident. Jedes Parlamentsmitglied könne zu einer gesunden und respektvollen Demokratie beitragen.

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31 Kommentare

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  • Kommentar von S. Steiner (Scott)
    Was müssen das für schwache Demokratien sein, wenn bei der Tat eines einzelnen psychisch gestörten Täters, gleich von einem Angriff auf die Demokratie und Freiheit gesprochen wird. Bedeutet «Gewaltsame Worte können zu gewaltsamen Taten führen», dass nur noch unkritische Ja-Sager und Mitläufer geduldet werden?
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Auch wenn es schon 15 Jahre her ist, vergessen wie,das auch wir schon sowas hatten,der Mensch vergisst schnell. "Fall Leimbacher"! Ich Glaube es wäre besser wir würden Innehalten & Nachdenken ob das was wir tun, sagen oder schreiben, so einfach Korrekt ist in dem Bezug gibt es Grenzen, und das ist Richtig! Was da und dort unter Meinungsfreiheit verkauft wird ist oft Hetze, Sie kommt in oft Subtil und versteckt., aber Sie ist da. Man darf jemandem nicht mal mehr sagen das etwas Rassistisch ist!
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      In der Tat es kommt unauffällig und sehr gut versteckt daher. Guldimann & Markwalder sind typische Befuerworter eines EU-Beitrittes, was deren gutes Recht ist. Sie werden akribisch auf genau dieses Ziel hinarbeiten, was ebenso ihr gutes Recht ist. Hoffentlich kommt keiner auf dumme Gedanken, sonst haben auch wir in unserem Land eine verCOXte (verkorkste) Sache. Eine Situation in welcher Blut, Leid und Elend sehr bestimmend oder sogar alleinbestimmend die Zukunft unseres Landes bestimmen wird.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Wer nur die Gewaltlösung kennt, muss hart bestraft werden! Gewalt ist nicht ""normal", wenn es um Konfliktlösung, oder Unverständnis geht! Klare Kommunikation mündlich und schriftlich, sind erlaubt, um sich "Luft" zu verschaffen!! Mit der erschreckenden Entwicklung der Gewaltverherrlichung- und Lösungsstrategien in den Medienplattformen und der gesamten digitalen "Welt", wird die Gewalt den Jungen als Ideal vorgezeigt!! Das geschieht aus habgierigen Eigeninteressen gewissenloser "Erwachsener"!!
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