Orgasmus im Ständerat

Die Pisa-Studie verrät es: Schweizer Schüler sind beim Lesen top. Da können selbst gestandene Politiker noch etwas lernen. Der Berner BDP-Ständerat Werner Luginbühl wollte eigentlich über Organismen referieren.

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Luginbühl mit freudschem Versprecher

0:38 min, vom 2.12.2013

Das Thema im Rat war trocken: die Genehmigung des Nagoya-Protokolls über den Zugang zu genetischen Ressourcen. Luginbühl erklärte seinen Kollegen, wieso er vom Nagoya-Protokoll wenig hält.

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Bü-bü-bünderfleisch!

Der Lachanfall von alt Bundesrat Hans-Rudolf Merz im Parlament bleibt unvergesslich.

Geflüster mit Verena Diener

Bei den Ausführungen über die «pathogenen» Organismen sagte Luginbühl, das seien «Objekte, die einen bestimmten Orgasmus krank machen». Sitznachbarin Verena Diener GLP/ZH hatte aufmerksam zugehört und bemerkte sofort den freudschen Versprecher. Ohne Zögern machte sie den Berner flüsternd auf seinen lustigen Fauxpas aufmerksam.

Jetzt krümmte sich Luginbühl vor Lachen, fuhr erst nach einigen Sekunden fort und sagte: «Jetzt aber bitte wieder ernst». Übrigens: Sein Orgasmus-Versprecher hatte keinen Einfluss auf das Resultat im Ständerat: Die Mehrheit genehmigte das Nagoya-Protokoll.

Lustenberger sorgt für Lacher

1:03 min, vom 2.12.2013

Auch Lustenberger mit Versprecher

Dass die deutsche Sprache eine schwere Sprache ist, musste auch Nationalratspräsident Ruedi Lustenberger erfahren. Oder hatte er im Gewirr von Ämtern und Ehren einfach den Durchblick verloren?

Vor der Bundespräsidenten-Wahl stellte Lustenberger den Magistraten Didier Burkhalter als Vizepräsidenten des Nationalrats, anstatt des Bundesrates vor. Das Gelächter im Saal war dementsprechend ausgelassen.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Von Orgasmen und Organismen

    Aus 10vor10 vom 3.12.2013

    Ein Versprecher von Werner Luginbühl sorgte im Ständerat vor einer anstrengenden Debatte für Lacher.