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Session Ständerat will Ritalinverschreibung nicht einschränken

Uneinigkeit zwischen National- und Ständerat: Während die grosse Kammer die Ritalinverschreibung einschränken wollte, hält der Ständerat nichts von solchen Restriktionen.

Gemäss der Motion der nationalrätlichen Gesundheitskommission sollte der Bundesrat dafür sorgen, dass Ritalin nur dann verschrieben wird, wenn es wirksam und im Rahmen einer umfassenden Therapie und Behandlung verabreicht wird. Diese Regeln sollten im Betäubungsmittelgesetz verankert werden.

Der Ständerat hält nichts von dieser Forderung. «Die gesetzlichen Grundlagen genügen», sagte Felix Gutzwiller (FDP/ZH). Die kleine Kammer lehnte den Vorstoss ohne Gegenstimme ab und folgte damit der vorberatenden Kommission. Diese hatte festgehalten, dass aus ihrer Sicht die bereits angekündigten Massnahmen genügten. Die Kommission stützte sich dabei auf einen Bericht des Bundesrates vom vergangenen Jahr.

Demnach hat die Verschreibung von Ritalin zwar zugenommen, doch werden Kinder und Jugendliche nicht missbräuchlich damit behandelt. Trotzdem will der Bundesrat prüfen lassen, ob die Behandlungsqualität verbessert werden kann.

ADHS

Vom Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) sind gemäss dem Bundesratsbericht in der Schweiz rund 3 bis 5 Prozent aller Kinder und Jugendlichen im Schulalter betroffen. Ein Viertel von ihnen wird mit Methylphenidat (Ritalin) behandelt.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe, Gwatt
    Man sollte den Müttern zeigen, wie viel es bringt, wenn man die Kinder, vor allem die Kleinkinder, selber behütet+ ins Leben führt. In den Kitas herrscht Dauerstress für die Kleinen, auch wenn das keiner sieht. Wenn unsere Gesellschaft es fertig bringt, dass wenigstens die Kleinsten von Mutter oder Vater betreut werden, könnten wir viel gewinnen. Es geht unseren Kindern ähnlich wie Tieren im Zoo. Die gehen auf + ab in ihren Käfigen.... In der Gruppe ist es aber wichtig, dass man ruhig sitzt.
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  • Kommentar von Katharina Müller, 8400 Winterthur
    Da stimmen doch tatsächlich ein paar über die Abgabe von Ritalin ab, die keinen blassen Dunst haben über Gesundheit, Medizin, Medikamente! Das darf doch nicht wahr sein. Am liebsten die Kinder im frühsten Kindesalter ruhigstellen, in der Kita abliefern, so dass die Eltern der Kohle nachrennen können. Frag mich schon, wohin das noch führt.
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  • Kommentar von G.Beretta, Bern
    was für ein Unsinn…..der Ständerat bräuchte Ritalin ! Die Kinder kriegen "legale Drogen" aber wenn ein Erwachsener einen Joint rauchen möchte, ist das verboten. Na ja, was Solls….
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