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Schweiz «Signal» gegen rechtsextreme Szene in der Westschweiz

In der Westschweiz, im Kanton Waadt, wurde ein Treffen von Rechtsextremen verboten. Doch bereits stehen weitere Termine an. Die Szene unterscheidet sich von jener in der Deutschschweiz. Sie ist aktiver und zieht vermehrt junge Männer an.

Polizei beaufsichtigt Rechtsextreme
Legende: Signale an Rechtsextreme: Das Verbot der geplanten Konferenz wird von Experten begrüsst. Keystone

Am Samstag hätte die sogenannte «Konferenz zum Nationalismus» stattfinden sollen. Die Waadtländer Regierung verbot das Treffen jedoch aus Sicherheitsgründen.

Signal an Organisatoren

Martine Brunschwig Graf von der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus ist froh über den Entscheid: «Ich würde sagen, das ist auch ein Signal für die Organisatoren, die solche Veranstaltungen versuchen in der Schweiz zu organisieren.»

In der Westschweiz finden öfters Veranstaltungen mit rechtsradikalem Hintergrund statt. Die Westschweizer Rechte hat Wurzeln in Frankreich und unterscheidet sich von jener der Deutschschweiz. Es handelt sich meist um sogenannt Identitäre. Sie warnen davor, dass Europa mit fremden Kulturen überflutet und vermischt werde.

Weitere Anlässe geplant

Szene-Kenner Hans Stutz spricht von mehreren Gruppierungen: «Politische Aktivisten, die Kleindemonstrationen machen, die Vorträge veranstalten und die auch in den Sozialen Medien sehr aktiv sind.»

In den nächsten Wochen sind weitere Anlässe in der Westschweiz geplant. Ort: noch unbekannt.

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44 Kommentare

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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    "Wir sind Teil des Problems": Palmer, Grüner aus Deutschland gibt seiner Partei eine Mitverantwortung, dass sich Menschen ausgegrenzt fühlten. Auch Leute, die man für "kleingeistig" hält, müssten ernst genommen werden. Die "rechtsextreme Szene" besteht, wahrscheinlich genauso wie die "linksextreme Szene" aus unserern eigenen Jugendlichen. Es ist eine bedenkliche Entwicklung unserer Gesellschaft, dass sich immer mehr Gruppen ausgeschlossen fühlen...
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  • Kommentar von Paul Soltermann (ps)
    Man sollte bei der Nazi-Szene etwas auf die Parolen achten ... da kommen von FR und DE "Trendsetter" angereist um in der Schweiz zB "Auslaender RRAUSS zu bruellen". Vor was haben diese Leute Angst? Was sind die Beweggruende, was sind ihre Visionen? Ich denke, es gibt da viele reine Mitlaeufer, welche auf ihrem Niveau Gleichgesinnte finden (ebenfalls Mitlaeufer) und sich damit in der Menge stark fuehlen. Betr den Visionen der wenigen Anfuehrer eroeffnet sich bei mir ein Bild des Grauens ..
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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Nationalismus = nicht gleich Nationalsozialismus. Nationalisten gibt es mittlerweile querbeet durch alle Gesellschaftsschichten & ist unabhängig von Parteien. Nationalismus = auch Nationalstolz zu haben, mit seiner Heimat verwurzelt & stolz auf sein Land zu sein. Deshalb feiern wir Nationalfeiertage, haben Nationalhymnen, Nationalflaggen usw.
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    1. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Sie verwechseln Nationalismus mit Patriotismus. Patriotismus wird heute allgemein von Nationalismus und dem Chauvinismus abgegrenzt, insofern Patrioten und Patriotinnen sich mit dem eigenen Volk und Land identifizieren, ohne dieses über andere zu stellen und andere Völker ausdrücklich abzuwerten.
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    2. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Nein, H. P.: Nationalismus ist lediglich eine neue, etwas andere Form des Patriotismus. Durch die EU mit ihren Krisen, diesem Europa ohne Grenzen, möchten eben immer mehr Menschen wieder zu alten Strukturen der Nationalstaaten mit geschützten Grenzen & Kontrollen zurückkehren. Aber daraus haben Befürworter der EU Nationalismus = Negativ gemacht & dem Natonalsozialismus gleichgestellt. Mit Erfolg, denn viele fallen gerne darauf herein & sehen in Nationalismus das Böse.
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