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Schweiz SKOS: Sozialhilfe verrät unsere Haltung gegenüber den Ärmsten

Sozialhilfe ist das «letzte Rettungsnetz» für finanziell Bedürftige: zurzeit 235'000 Menschen in der Schweiz. Wie wir mit ihnen umgehen, zeigt sich nicht zuletzt am Existenzminimum. Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) bricht für diesen Ansatz eine Lanze.

SKOS-Geschäftsführerin Dorothee Guggisberg nennt es «das letzte Rettungsnetz»: die Sozialhilfe.

Dieses Rettungsnetz sollte nach Ansicht der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) nicht bloss das nackte Überleben sichern.

Für jeden Menschen müsse im Rahmen seines Existenzminimums die Möglichkeit einer minimalen Teilnahme am gesellschaftlichen Leben bestehen, sagte Guggisberg an einer Medienkonferenz in Bern.

Ein Drittel sind Kinder

Für den abtretenden SKOS-Präsidenten Walter Schmid handelt es sich dabei um eine Kernfrage der Sozialhilfe. Mit dem Existenzminimum seien immer die Fragen verbunden, was ein Mensch in unserer Gesellschaft zum Leben brauche, aber auch, wie die Gesellschaft mit den Armen umgehe.

Gemäss SKOS beziehen heute rund 235'000 Personen in der Schweiz Sozialhilfe. Ein Drittel davon sind Kinder und Jugendliche. Ein weiteres Drittel ist zwar erwerbstätig, verdient aber nicht genug, um die Lebenskosten zu decken.

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32 Kommentare

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  • Kommentar von C.Frey, Flims
    Wer in der Schweiz den Gang zum Sozialamt machen muss, mit 26 Sozialhilfegesetzen, muss auch mit dem Unterschreiben eines sogenannten Leistungsentscheids praktisch die in der Bundesverfassung festgehaltenen Grundrechte aufgeben. Ein Sozialhilfebezüger ist in der Schweiz in seinen Persönlichkeitsrechten stark eingeschränkt. Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde auch diesbezüglich Abhilfe schaffen.
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    1. Antwort von E. Waeden, H
      @C.Frey: Ein bedingungsloses Grundeinkommen löst das von Ihnen angesprochene Problem auch nur für Paare, aber nicht für Alleinstehende. Diese sind weiterhin, haben sie keinen Job auf Sozialhilfe angewiesen. Die Sozialhilfe reduziert sich einfach entsprechend dem Grundeinkommen & er/sie muss sich weiterhin um Arbeit bemühen, während ein Paar ohne sich um Arbeit bemühen zu müssen, wunderbar von einem bedingungslosen Grundeinkommen leben kann.
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  • Kommentar von Ernst Breitenmoser, Embrach
    Die Taktik der bürgerlichen Mehrheit ist so was von durchsichtig. Man plagt das Volk, baut Sozialleistungen ab, um es für Fremdenhass zugänglicher zu machen.
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    1. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Die der Linken passt dazu: Was RICHTIGE Hilfe wäre, sieht man, wenn Asylsuchende, SansPapiers, PFZ-Arbeitslose usw Aus- und Weiterbildung, sowie Hilfe bei der Jobsuche erhalten - auf Verlangen der SP. Nie daran gedacht, wie es einem CHer geht, der nur ein amtliches "helf dir selber" hört, während gleichzeitig der bsp. PFZ-Einwanderer eine Spezialisierungs-WB bekommt? Diese Ausländerbevorzugungspolitik der SP schürt den Fremdenhass weit mehr als die SVP!
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    2. Antwort von Joseph Gruber, Oberbuchsitten
      Sie phantasieren, Herr Keller. Können Sie ihre skurrilen Behauptungen mit Links belegen? Würde mich interessieren. Ausländerbevorzugung der SP?!? So eine abstruse Behauptung. Wo haben Sie die her? Bitte keine Links zu skurrilen Behauptungen der SVP-Lügenpropaganda.
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    3. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Nein, ich habe nur persönliche Erfahrungen. Meinen Job macht ein Pendler aus Süd-D (ich musste ihn einschulen), auf dem RAV hies es "helf dir selber", auf dem Weg nach draussen ein thüringerscher PFZ-Arbeitsloser, der gerade seine Spezialisten-WB bewilligt bekam, weil er sonst in der CH keine Chancen auf berufl. Einstieg habe". Meiner einer durfte nichtmal eines der 4Diplome machen, die seit den Lehrreformen Bestandteil der Lehre sind, und von den mit "alter Ausbildung" auch verlangt werden...
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    4. Antwort von M. Keller, Thurgau
      Zur Lehrreform-Diplom-WB kurz: ich war in einer Arbeitsmarktl. Massnahme; zusammen mit einem alten Berufsschulkollegen. Wir stellten BEIDE einen Antrag auf WB für diese Diplome. ER durfte die Kurse besuchen, ICH nicht. Auf unser Anfragen warum diese unterschiedlichen Entscheide, bekamen wir die Antwort "weil Kollege Migrationshintergrund habe, und darum einen schwereren Stand am Jobmarkt als ich".. Uns wurde damals gedroht alle Leistungen einzustellen, wenn wir das Publik machen...
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  • Kommentar von Redaktion SRF News Online(SRF)
    Hinweis der Redaktion: Bitte diskutieren Sie sachlich und bleiben Sie beim Thema. Anderenfalls schliessen wir die Kommentare zu diesem Thema. Mit freundlichen Grüssen, Redaktion SRF News Online
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    1. Antwort von C.Frey, Flims
      „Gutmensch“ ist das Unwort des Jahres 2011 - "Begründung: Mit dem Ausdruck ‚Gutmensch’ wird insbesondere in Internet-Foren das ethische Ideal des „guten Menschen“ in hämischer Weise angegriffen, um Andersdenkende pauschal und ohne Ansehung ihrer Argumente zu diffamieren und als naiv abzuqualifizieren." Vorschlag: Kommentare mit diesem unsachlichen Unwort nicht veröffentlichen.
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    2. Antwort von Björn Christen, Bern
      @Frey - das würde Ihnen natürlich so passen, wenn man hier plötzlich das sehr treffende Wort 'Gutmensch' nicht mehr benutzen dürfte. Auf so eine Idee kann nur ein Bessermensch wie Sie kommen. Sonst noch phöse Wörter, die Ihnen nicht passen? Etwa 'Pauschalumarmer'? 'Harmoniesüchtiger'? 'Realitätsverweigerer'? 'Ponyhofbewohner'? 'Toleranzromantiker'?
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    3. Antwort von Joseph Gruber, Oberbuchsitten
      @Christen: Wenn Sie so gerne über gute Menschen lästern, müssen Sie auch ertragen, wenn man Sie „Miesmensch“ oder „Giftzwerg“ nennt, und nicht wie ein SVP-Mimöschen à la Mörgeli aufheulen, wenn es aus dem Wald so zurück tönt, wie Sie hineingerufen haben, klar? Die SVPler kommen mir manchmal vor wie Rumpelstilze, die täubbelen und stämpfelen und frustriert ums Feuer tanzen. Dann doch lieber grün und nett als braun und dumm. Und lieber links und gut als schlecht und recht.
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