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Sorgen der Schweizer Altersvorsorge scheint vielen nicht mehr sicher

Legende: Audio Altersvorsorge, Gesundheit und Krankenkasse beschäftigen die Schweizer abspielen. Laufzeit 00:57 Minuten.
00:57 min, aus SRF 4 News aktuell vom 06.12.2018.
  • Die Altersvorsorge bereitet der Schweizer Bevölkerung die grössten Sorgen.
  • Dagegen ist die Arbeitslosigkeit als jahrelanger Spitzenreiter im neusten CS-Sorgenbarometer nur noch auf Rang 6 zu finden.
  • Auf Platz 2 folgt die Sorge um die Krankenkasse beziehungsweise die Gesundheit.

45 Prozent der befragten Schweizerinnen und Schweizer nannten ihre Sorge um eine gesicherte Altersvorsorge als grösstes Problem. Für die Mehrheit ist das Thema AHV und Altersvorsorge denn auch das wichtigste Ziel, um das sich die Politik kümmern sollte. Modell der Altersvorsorge kommt gut an.

Modell der Altersvorsorge kommt an

Laut den Autoren der Studie des Forschungsinstituts GfS Bern ist die Altersvorsorge denn auch ein «gesamtgesellschaftliches Problem». 86 Prozent der Befragten seien der Meinung, dass alle einen Beitrag zur Sicherung der Vorsorge leisten müssten. Zwei Drittel von ihnen zeigen sich zufrieden mit dem 3-Säulen-Modell (AHV, Pensionskasse, private Vorsorge). Diese funktioniere gut und sollte beibehalten werden.

Die zehn Hauptsorgen der Bevölkerung

Hauptsorgen
Rangierung 2017Rangierung 2018
AHV / Altersvorsorge1.1.
Gesundheit / Krankenkassen4.2.
Ausländer/innen / Zuwanderung / Personenfreizügigkeit
3.3.
Flüchtlinge / Asylfragen6.
4.
Umweltschutz
9.
5.
Arbeitslosigkeit2.
6.
EU / Bilaterale5.
7.
Neue Armut
13.
8.
Löhne32.
9.
Bundesfinanzen
14.
10.

Ja zu höherer Mehrwertsteuer

Die Mehrheit der Schweizer befürwortet gemäss dem Sorgenbarometer auch unpopuläre Massnahmen für die finanzielle Absicherung im Alter: So stimmen 60 Prozent der Erhöhung der Mehrwertsteuer um 1 Prozent zu. Noch 52 Prozent sagen Ja zu einem flexibleren Rentenalter. Knapp keine Mehrheit findet die Erhöhung des Frauen-Rentenalters auf 65 Jahre (48 Prozent).

Nach Arbeitslosigkeit und dem Gesundheitswesen fungiert die Migration als Hauptsorge. Das Thema Ausländer liegt auf Rang 3, gefolgt von Flüchtlingen/Migration. Dieser Komplex habe seit 2017 an Dringlichkeit gewonnen, heisst es in der Studie. Auf Platz 5 zurück ist die Sorge um die Umwelt.

Politik interessiert doch

Entgegen dem Trend, dass politische Parteien an Vertrauen verlieren, interessieren sich immerhin 29 Prozent «sehr» für politische Fragen und 45 Prozent noch «eher» dafür. Dazu die Studienautoren: «Den Bürgerinnen und Bürgern scheint bewusst, dass grosse Fragen anstehen, und sie sind offensichtlich bereit, an deren Lösung mitzuarbeiten.»

Legende:
Sorgenbarometer: Hauptsorgen 2018 im Wandel seit 2008 2018 ist die Sorge um die Altersvorsorge weiterhin an der Spitze.Im Vergleich zum Vorjahr blieb sie praktisch unverändert. Das war nicht immer so. 2016 lag diese bei 28 Prozent und schnellte im vergangenen Jahr hoch auf 44 Prozent. Credit Suisse

Die Arbeitslosigkeit war 14 Jahre lang die Nummer 1 auf dem Sorgenbarometer. Letztes Jahr hat sich die Altersvorsorge knapp am Dauerthema Arbeitslosigkeit vorbeigeschoben.

Die gut laufende Wirtschaft lässt die Sorge um den Job nun für viele weiter in die Ferne rücken. Auch die fortschreitende Digitalisierung und Roboterisierung der Arbeitswelt kreiert hierzulande kaum Jobängste.

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42 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Leider funktioniert die Hirnwaesche des Volkes. Die AHV liesse sich mit einer verfassungskonformen Anhebung der Bundesbeteiligung fuer die Renten der TrittbrettfahrerInnen von einem mickrigen Fuenftel auf die Haelfte aller Ausgaben problemlos und ohne zusaetzliche Schickanen der Versicherten finanzieren und auf die gesetzliche Vorschrift der Sicherung der Existenz fuer die Minimalrentner und ein bescheidenes Sozialleben der Maximalrentner anheben. Sicherung des Luxus gehoert in die 3. Seule....
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  • Kommentar von Hanspeter Müller (HPMüller)
    Man beachte, die Studie ist von der CS in Auftrag gegeben und bezahlt. Die CS hat Interesse die AHV zu schwächen und Pensionskassen und private Lösungen zu stärken, weil nur daran kann sie verdienen. Da ist es hilfreich, das Vertrauen der Bevölkerung in die AHV zu schwächen. Das sieht man ja auch an den Forderungen/Vorschlägen der Bankenvertreter in FDP und SVP, die in dieselbe Richtung zielen. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing... und die eigene Tasche ist mir immer noch am Liebsten...
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    1. Antwort von robert mathis (veritas)
      HP Müller wes Brot ich des Lied ich sing gut gesagt auch das AHV Personal arbeitet nicht gratis auch diese werden den Weg der Rendite einschlage um gut zu verdienen
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  • Kommentar von Richard Limahcer (Limi)
    6) Arbeiten die Verwaltungen der 1'500 Pensionskassen alle gratis?
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    1. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      DAS ist in etwa dieselbe Diskussion wie mit den Krankenkassen bzw. der Einheitskasse. Wir Schweizer wollen das nicht. Wir werden lieber über den Tisch gezogen, wir finden das offensichtlich flauschig.
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