SP-Frau will grünes VCS-Präsidium

Die SP-Nationalrätin Evi Allemann ist die erste offizielle Kandidatin für das frei werdende VCS-Präsidium. Als Schwerpunkt würde sie die ökologische Wende im Verkehr setzten. Zuvor war das Amt zehn Jahre lang in den Händen der Grünen.

Evi Allemann vor zwei Mikrofonen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ihre SP-Zugehörigkeit sieht Evi Allemann nicht als Problem. Im VCS dominiere nicht die Parteipolitik. Keystone

Die 34jährige Evi Allemann (SP/BE) bewirbt sich als Erste offiziell um das Präsidentenamt des Verkehrsclubs der Schweiz (VCS). Sie bestätigte entsprechende Berichte der Sonntagspresse.

Der Schwerpunkt einer möglichen Präsidentschaft ist für Allemann klar: «Nach der Energiewende mit dem Atomausstieg muss jetzt die ökologische Verkehrswende kommen.» Ein möglicher Schlüssel dazu sei das verursachergerechte Mobility-Pricing «für den öffentlichen Verkehr genauso wie für den Individualverkehr».

Parteizugehörigkeit (noch) kein Thema

Die SP-Frau sitzt seit Juni 2012 im VCS-Zentralvorstand. Die jetzige Präsidentin Franziska Teuscher (Grüne/BE) hat das Amt seit 10 Jahre inne. Vor ihr war die Präsidentschaft in SP-Händen.

Allemann rechnet sich intakte Wahlchancen aus. «Beim VCS steht die Sachpolitik im Vordergrund – und nicht die Parteipolitik.»

Beim VCS tönt es ähnlich: Im elfköpfigen Zentralvorstand sei die Balance zwischen SP und Grünen ausgewogen, so VCS-Sprecher Gerhard Tubandt. «Für den Verkehrsclub steht die gute politische Vernetzung des Kandidaten im Vordergrund.» 

Ob es zu einer Kampfwahl kommt, ist ungewiss. Die Grüne Aline Trede hat noch nicht entschieden, ob sie sich bewirbt.