SP hofft auf mehr Mittewähler

Die politische Landschaft in der Schweiz habe sich verändert, sagt SP-Fraktionschef Roger Nordmann. Daraus könne seine Partei Kapital schlagen. Der zunehmende Rechtsdrall von CVP und FDP könne den Sozialdemokraten künftig neue Wählerschichten eröffnen.

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Bildlegende: SP-Fraktionschef Nordmann nimmt verstärkt Mittewähler von CVP und FDP in den Blick. Keystone

Die CVP sei unter dem neuen Präsidenten Gerhard Pfister näher zur SVP gerückt, die FDP habe «die Mittewähler aufgegeben», sagte SP-Fraktionschef Roger Nordmann gegenüber «Berner Zeitung» und «Landbote». Damit ergebe sich die Chance, Wähler in der Mitte für die Sozialdemokraten zu gewinnen.

SP muss sich nicht neu erfinden

«Wir verteidigen den Service public, der Mittewählern am Herzen liegt. Moderate Wählerinnen und Wähler schätzen sicher auch, dass wir vernünftige Kompromisse mitgestalten und mittragen, so wie kürzlich beim Asylgesetz», sagte Nordmann.

Auch wenn viele Arbeiter mittlerweile die SVP wählen, verneint Nordmann, dass sich die SP neu erfinden müsse. Doch ihre Ausrichtung müsse sie überdenken, vor allem im Ton: «Ich stelle fest, dass es oft eher die Sprache oder Ausdrücke sind, die abschrecken, als der Inhalt.»