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Schweiz SVP-Politiker Fehr entschuldigt sich

SVP-Politiker Hans und Ursula Fehr haben eine serbische Asylsuchende als Haushaltshilfe beschäftigt, ohne Sozialabgaben zu zahlen. Nun haben sie sich nach der Veröffentlichung der «NZZ am Sonntag» entschuldigt. Sie wollen ausstehende Sozialbeiträge begleichen.

Legende: Video Hans Fehr erklärt und entschuldigt sich abspielen. Laufzeit 00:27 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 09.12.2013.

Der Zürcher SVP-Nationalrat Hans Fehr und seine Frau Ursula Fehr – auch sie eine SVP-Politikerin – wollen ausstehende Sozialbeiträge für eine Frau begleichen, die hin und wieder bei ihnen im Haushalt geholfen habe.

Dies teilt das Ehepaar Fehr mit. Die «NZZ am Sonntag» hatte berichtet, das Ehepaar Fehr habe eine serbische Asylsuchende aus Kosovo schwarz als Haushaltshilfe beschäftigt.

Fehr habe sich ganz klar illegal verhalten, sagt Andreas Dummermuth, Sprecher der kantonalen AHV-Ausgleichskassen. Weil der Vorfall ein Offizial-Delikt ist, ermittelt die Kantonspolizei nun gegen die Familie. Die Ermittlungsergebnisse werden danach an die zuständige Staatsanwaltschaft weiter gegeben.

Fehr umgeht eigene Forderung

Neben den unterlassenen AHV-Abrechnungen kommt hinzu, dass die Asylbewerberin gar nicht hätte arbeiten dürfen. Der auf Migrationsrecht spezialisierte Anwalt Marc Spescha betont, dass Asylbewerber im Kanton Zürich nicht in Privathaushalten arbeiten dürfen. Dies hat Hans Fehr selber mehrmals gefordert.

Die Putzfrau wohnt seit längerem in Eglisau. Ihr Asylgesuch wurde abgelehnt. Sie hat danach ein Härtefallgesuch eingereicht. Unterstützt von Hans Fehrs Ehefrau.

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119 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Wanner, Aarau
    Anstatt "Vertrag mit dem Volk" sollte es doch heissen: "Betrug am Volk", oder öppe nid ?
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  • Kommentar von Marlies Artho, Schmerikon
    Werter Moderator/in Danke für die Veröffentlichung der Antwort an P. Bürger, leider ist mir aber aufgefallen, dass Sie die Antwort an Herr Planta vergessen haben. Ich weiss er ist ähnlich,wie an Herr Bürger nur hat er eben noch eine andere Aussage betreffend negativen Erscheinungen auch in den Gemeinden. Von anderen Parteien. Danke für Ihr Verständnis!
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  • Kommentar von Katharina Müller, 8400 Winterthur
    Das ist schon eine ungeheure Sache! Eine Ausländerin wird beschäftigt, erhält Lohn - und dies alles schwarz! Eine unglaubliche Dreistigkeit, dass sich ein SVP-ler so was zu Schulden kommen lässt! Kein Wunder, wenn sich da die Formusteilnehmer dermassen aufregen und den Mahnfinger erheben. Ich weiss jetzt gar nicht mehr, ob sich auch so viele darüber aufgeregt hatten, als Herr Fehr grausam verprügelt wurde.....
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    1. Antwort von Lucas Kunz, Sallneck
      Frau Müller, ist Herr Fehr tatsächlich "verprügelt" worden, oder hat man ihm nicht das verabreicht, wovon er selbst ein heisser Befürworter ist,(gem. Spiegel) nämlich der Ohrfeigen im Schulunterricht? Der unmittelbare Fernsehauftritt Fehrs liess jedoch keinerlei Schlüsse darauf zu, dass dieser verprügelt, oder gar grausam verprügelt wurde! Irgend wie würde man da danach anders aussehen ...
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    2. Antwort von Katharina Müller, 8400 Winterthur
      @ Kunz - Dass Sie den Unterschied zwischen Verprügeln und Ohrfeigen nicht kennen, wundert mich nicht. In so manchen Dingen fällt auf, dass Sie Unterschiede nur schlecht oder gar nicht erkennen.
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    3. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      L. Kunz Gewisse Medien hüten sich davor, dies so genau zu veröffentlichen, dies ist schade. Denn es kann wirklich nicht sein, dass diese Partei, mit dem Vergrösserungsglas gesehen wird, derweil bei andern Politiker Stille Herrscht, wie Vorgang UNI ZH, oder wie war dies mit Frau Kathy Ricklin CVP betreffend Wohnung gleichzeitig ist sie noch im UNI Rat mit Frau Aeppli SP. Es wäre wirklich nötig, dass ehrlich, nicht einseitige Berichterstattungen zu Veröffentlichen SRF bemüht euch bitte darum.
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