Tötungsdelikte in Basel sind keine Beziehungsdelikte

Der 22-jährige Mann, der am Montag in Basel zwei Frauen erstochen haben soll, hat seine Opfer offenbar nicht näher gekannt. Bei den Toten handelt es sich um zwei Frauen im Alter von 46 respektive 76 Jahren.

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Tötungsdelikt in Basel

2:12 min, aus Schweiz aktuell vom 4.11.2014

Die erste Bluttat trug sich in einem Mehrfamilienhaus am Nasenweg im Basler Breite-Quartier zu. Eine Nachbarin alarmierte die Polizei, weil eine Frau im Haus von einem Mann attackiert wurde und um Hilfe schrie. Kurz darauf fand die Polizei in der Liegenschaft die Leiche einer 46-jährige Frau, die mit einer Stichwaffe getötet worden war.

Im Verlauf der umgehend eingeleiteten Fahndung ging eine Meldung von einem Raub mit einem Messer an der nahen Wildensteinerstrasse ein. Dort fanden die Einsatzkräfte vor einem Mehrfamilienhaus einen 87-jährigen Mann mit lebensgefährlichen Stichverletzungen. Er war offenbar seiner Nachbarin zu Hilfe geeilt, die angegriffen wurde. Die Polizei fand die Leiche der 76-jährigen Frau im Treppenhaus.

Der mutmassliche Täter flüchtete nach der zweiten Bluttat in seine Wohnung an der nahe gelegenen Farnsburgerstrasse. Dort konnte ihn die Polizei am späteren Nachmittag festnehmen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 22-Jährige alle drei Delikte begangen hat. Motiv und genauer Tathergang sind noch unklar.