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Wann kommt die Booster-Impfung in der Schweiz?
Aus Echo der Zeit vom 09.10.2021.
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Überblick Corona-Impfstoffe: Alle Informationen auf einen Blick

Der Bund hat im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie bisher mit fünf Impfstoffherstellern Verträge über insgesamt knapp 57 Millionen Dosen abgeschlossen. Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic liess bislang nur drei Wirkstoffe zu.

Die Schweiz verimpft derzeit die Impfstoffe der Pharmaunternehmen Pfizer/Biontech und Moderna. Ab Oktober auch der Impfstoff der Firma Janssen. Bereits erworben hat sie aber auch Dosen von Astra-Zeneca. Zu diesen Impfstoffen sind Anfang Februar Vakzine der Hersteller Curevac und Novavax hinzugekommen. Daneben gibt es weitere Impfstoffe wie zum Beispiel Sputnik V. Doch wie funktionieren sie, worauf basieren sie und wie steht es um ihre Wirksamkeit? Der Überblick:

Pfizer / Biontech

Der Impfstoff aus der Kooperation des US-Pharmariesen Pfizer mit dem deutschen Unternehmen Biontech erhielt als erstes Vakzin die Zulassung von Swissmedic. Ende Januar wurde ein erster Vertrag mit Novartis abgeschlossen, welche einen Teil der Produktion übernehmen könnte. Die Schweiz hat insgesamt sechs Millionen Dosen für 2021, sieben Millionen Dosen für 2022, und sieben Millionen Dosen für 2023 bestellt. Anfang Juni hat Swissmedic, Link öffnet in einem neuen Fenster den Impfstoff auch für 12- bis 15-Jährige in der Schweiz zugelassen.

  • Technologie: mRNA
  • Wirksamkeit gegen Coronavirus: 95 %
  • Schutz vor Delta-Variante: 88 %
  • Status in der Schweiz: zugelassen seit dem 19.12.2020
  • Erforderliche Anwendungen: 2
  • Lagertemperatur: -80 Grad
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Aus dem Archiv: «Schutz gegen Delta-Variante beträgt 88 Prozent»
Aus Tagesschau vom 05.07.2021.
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Moderna

Am meisten hat der Bund beim US-Hersteller Moderna bestellt. Aktuell sind es 20.5 Millionen bestellte Impfdosen – 13.5 Millionen für das laufende Jahr, 7 Millionen für 2022. Der grosse Vorteil von Moderna: Durch die deutlich höhere Lagertemperatur im Vergleich zum Pfizer-Biontech-Produkt können auch Hausärzte das Vakzin verabreichen. Ein Teil der Produktion wird bei Lonza im Wallis getätigt.

  • Technologie: mRNA
  • Wirksamkeit gegen Coronavirus: 94 %
  • Schutz vor Delta-Variante: 88 %
  • Status in der Schweiz: zugelassen seit dem 12.01.2021
  • Erforderliche Anwendungen: 2
  • Lagertemperatur: -20 Grad

Astra-Zeneca

Von diesem Vakzin hat die Schweiz 5.4 Millionen Impfdosen bestellt. Ende Juni hat der Bundesrat entschieden, Link öffnet in einem neuen Fenster, vier Millionen davon der Covax-Initiative weiterzugeben. Diese will weltweit den gerechten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen sicherstellen. 1.4 Millionen Dosen von Astra-Zeneca bleiben für den voraussichtlichen Einsatz in der Schweiz reserviert – primär für Personen, die mRNA-Impfstoffe nicht vertragen, im Ausland eine erste Dosis Astra-Zeneca erhalten haben oder einen alternativen Impfstoff wünschen. Die britisch-schwedische Zusammenarbeit hatte in der Vergangenheit für Schlagzeilen gesorgt – unter anderem wegen Thrombosen bei geimpften Personen. Dies hatte temporäre Impfstopps zur Folge.

  • Technologie: vektorbasiert
  • Wirksamkeit gegen Coronavirus: 76 %
  • Schutz vor Delta-Variante: 60 %, Link öffnet in einem neuen Fenster
  • Status in der Schweiz: im Zulassungsverfahren
  • Erforderliche Anwendungen: 2
  • Lagertemperatur: +2 bis +8 Grad
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Aus dem Archiv: Die Suche nach noch besseren Corona-Impfstoffen geht weiter
02:15 min, aus HeuteMorgen vom 25.06.2021.
abspielen. Laufzeit 02:15 Minuten.

Curevac

Das deutsche Unternehmen befindet sich noch in Testphase III. Novartis hat mit Curevac eine Vereinbarung zur Herstellung des Covid-19-Impfstoffs unterzeichnet. Mit der Schweiz wurde ein Vertrag für 5 Millionen Impfdosen abgeschlossen.

  • Technologie: mRNA
  • Wirksamkeit: (48 %, noch in der Testphase)
  • Status in der Schweiz: kein Zulassungsgesuch eingereicht
  • Erforderliche Anwendungen: 2
  • Lagertemperatur: +5 Grad

Novavax:

Mit dem US-Pharmaunternehmen Novavax hat die Schweiz einen Vorvertrag über 6 Millionen Impfdosen unterzeichnet – unter der Prämisse, dass die klinischen Testphasen und die Zulassung durch Swissmedic erfolgreich verlaufen. Er basiert auf einer Technologie auf Proteinbasis und enthält das sogenannte «Spike Protein» des Coronavirus.

  • Technologie: proteinbasiert
  • Wirksamkeit: (90.4 %, noch in der Testphase)
  • Status in der Schweiz: bisher kein Zulassungsgesuch eingereicht
  • Erforderliche Anwendungen: 2
  • Lagertemperatur: +2 bis +8 Grad
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Aus dem Archiv: Impf-Dosen im Überblick
Aus Tagesschau vom 20.04.2021.
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Johnson & Johnson

Die Schweiz hat am 29. September 150'000 Dosen des Impfstoffs von Johnson & Johnson gekauft. Das Vakzin soll anfangs Oktober an die Kantone verteilt werden. Der Bund habe mit der Firma Janssen des US-Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen, teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mit. Der vektorbasierte Impfstoff ist in der Schweiz primär für Personen gedacht, die aus medizinischen Gründen nicht mit einem mRNA-Impfstoff geimpft werden können oder wollen.

  • Technologie: vektorbasiert
  • Wirksamkeit: (67 %, noch in der Testphase)
  • Status in der Schweiz: zugelassen seit dem 22.03.2021
  • Erforderliche Anwendungen: 1
  • Lagertemperatur: +2 bis +8 Grad

Gamaleya (Sputnik V)

Lange waren die Daten zur Wirksamkeit des russischen Impfstoffs Sputnik V des Herstellers Gamaleya nicht zugänglich. Seit Anfang Februar wissen wir: Sie zeigen eine ähnlich hohe Wirksamkeit, wie die in der Schweiz zugelassenen Impfstoffe von Pfizer/Biontec und Moderna. Bisher hat der Hersteller bei Swissmedic kein Zulassungsgesuch eingereicht und die Schweiz hat keine Bestellungen getätigt.

  • Technologie: vektorbasiert
  • Wirksamkeit: 92 %
  • Status in der Schweiz: bisher kein Zulassungsgesuch eingereicht
  • Erforderliche Anwendungen: 2
  • Lagertemperatur: -18 Grad

Sinopharm

Der chinesische Impfstoff hat weltweit Zulassungen oder bedingte Zulassungen erhalten. In China selbst gibt es neben Sinopharm mit den Unternehmen Sinovac, Anhui Zhifei Longcom und CanSino noch drei weitere Hersteller, welche Impfstoffe gegen Covid-19 produzieren (werden). Zahlreiche Staaten, vor allem in Afrika und Südamerika, haben Bestellungen für chinesische Impfstoffe aufgegeben. Die Schweiz nicht.

  • Technologie: inaktiviertes Virus
  • Wirksamkeit: (79 %, noch in Testphase)
  • Status in der Schweiz: bisher kein Zulassungsgesuch eingereicht
  • Erforderliche Anwendungen: 2
  • Lagertemperatur: +2 bis +8 Grad
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So funktioniert mRNA
Aus Puls vom 04.01.2021.
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Echo der Zeit, 09.10.2021, 18:00 Uhr;

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34 Kommentare

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  • Kommentar von Matthias Manegold  (MatzeM)
    Die wesentliche Information fehlt leider in Ihrem Bericht;
    Wann werden wieviel Dosen von welchem Hersteller geliefert? (Zumindest voraussichtlich)
    Was fehlt ist Perspektive.
  • Kommentar von Armin Schweigler  (Armin)
    Der Bund wartet einfach noch bis Lind & Sprüngli Feldschlösschen oder Ottos soweit sind. ?????????????????? !!!!!!!!!!!
  • Kommentar von Oliver Schmid  (O. Schmid)
    Hier muss leider wieder das BAG hinterfragt werden. Wieso bestellt es keine Johnson+Johnson Impstoffe, weil diese angeblich erst im 3. Trim. verfügbar sind (?) aber andere Länder wie Südafrika verimpfen schon jetzt ? Hat das BAG geschlafen ? Das wäre auch die einzige Impfung die nur 1x verimpft werden muss.
    1. Antwort von Jürg Suter  (Sut)
      Danke dem srf für diese Information, Zusammenstellung der Impfstoffbestellungen der Schweiz.
      Herr Schmid, haben Sie den Artikel wirklich aufmerksam gelesen? Die Schweiz hat 32 Millionen Impfdosen bestellt. Das der Impfstoff von J+J nicht bestellt wurde, ist im Artikel wohl begründet.
      Ich bin überzeugt, dass wenn alle Schweizer im Sommer geimpft sind, Sie und ihresgleichen dem BAG vorwerfen werden, viel zuviel Impfstoff bestellt zu haben. Dies grenze an verschleudern von Steuergelder.
    2. Antwort von Esther Jordi  (ejejej)
      Herr Sauter, dass im Somme alle (darunter fallen für mich die Risikogruppen und alle andern, die sich impfen lassen wollen) geimpft sein werden, ist unrealistisch. Dass das BAG immer noch an dieser Aussage festhält, ist Augenwischerei. Umso zynischer die Begründung, dass der Impfstoff von Johnson & Johnson nicht bestellt worden sei, weil er erst im 3. Quartal kommen würde. Wir brauchen jeden "Tropfen" Impfstoff, sonst sind wir in einem Jahr noch nicht geimpft.