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Schweiz Uni Freiburg will Imame ausbilden

In der Schweiz konnten sich Muslime bisher nicht zu Imamen ausbilden lassen. Bis jetzt. Denn der Bund will das nun ändern. Eine Universität scheint dafür bereits gefunden zu sein.

Legende: Video Mit Imam-Ausbildung gegen Hassprediger abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
Aus Tagesschau vom 23.11.2013.

Die muslimischen Gemeinschaften in der Schweiz sind bisher dazu gezwungen, ihre religiösen Oberhäupter aus dem Ausland zu holen. Denn bisher können sich die geistlichen Oberhäupter hierzulande nicht ausbilden lassen.

Ausländische Imame fühle sich fremd

Laut einem Bericht der NZZ will der Bund das nun ändern. An der katholischen Universität Freiburg soll demnach ein Zentrum für den Islam entstehen. Mit der Ausbildung hierzulande solle zudem auch versucht werden, dem «Import» von Hasspredigern in die Schweiz einen Riegel vorzuschieben.

Einer, der sich darüber besonders freut, ist Rehan Neziri. Der Imam der albanischen Moschee in Kreuzlingen leitet jeweils das Mittagsgebet. Er finde es sinnvoll, dass Muslime auch auch hierzulande Imame werden können, so Neziri.

«Es wird den Imamen helfen, weil sich jene aus dem Ausland bisher hier oft fremd gefühlt haben.» Denn ausser ihrer Gemeinde würden sie niemanden kennen.

Auch Andersgläubige willkommen

Laut dem Freiburger Rektor Guido Vergauen sollen die Kurse auch Nicht-Muslimen offen stehen. Etwa: «Sozialarbeitern oder Lehrern mit muslimischen Kindern, die sich über den Islam informieren wollen».

Auch Antonio Loprieno, Präsident der Schweizer Rektorenkonferenz, ist von dem Angebot überzeugt: «Wir denken, dass es nützlich wäre, auch Schweizer Kompetenzen anzubieten.» Gerade im Interesse der multikulturellen Gesellschaft sei dies von immenser Bedeutung.

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37 Kommentare

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  • Kommentar von Lucas Kunz, Sallneck
    An sich eine zu begrüssende Sache - dann steht die Vermittlung der Imame auf vernünftigen wissenschaftlichem Boden. Nur das Problem: genauso wie es nicht DAS Christentum gibt, sondern dies zersplittert in viele sich widersprechenden Glaubensrichtungen ist, und somit kein Lehrstuhl für Christliche Theologie existiert, so wenig wird es einen Lehrstuhl für DEN Islam geben. Ist dieser wie das Christentum ebenso zersplittert in verschiedene Glaubensrichtungen.
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  • Kommentar von Margrit Holzhammer, 8903 Birmensdorf
    Frage: Ist es umgekehrt auch möglich, dass in einem muslimischen Land christliche Prister oder Theologen ausgebildet werden????
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  • Kommentar von Rainer Fauser, Augsburg
    Den kriminellen Feind im eigenen Land ausbilden?Ich glaub, mich laust der Affe.Wer so etwas fordert,fördert die Demontage der Demokratie (Scharia, Steinigung, Beschneidung, Schächten und Rechtlosigkeit der Frauen,diktatorische Ideologie,Aufruf zum Morden Ungläubiger),gehört abgewählt,entmündigt und ins Irrenhaus gesteckt!Aber immerhin sind solche Ansinnen ein Hinweis,wie weit bereits der Zerfall der Demokratie von den Mitte-Linken-Eliten vorangetrieben wird. Wählt sie ab, bevor es zu spät ist!
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    1. Antwort von Mila Otts, Illanz
      Aha, Imame sind jetzt also "kriminelle Feinde"? Ich weiss nicht wie knapp diese Aussage an der Illegalität vorbeirutscht, aber weit davon entfernt ist sie nicht (Diskriminierung und Verleumdung und so weiter). Zum Thema Beschneidung hatten wir vor kurzem auch einen Fall und da waren wir alle gar nicht so wirklich dagegen.
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