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Schweiz Uni Zürich schenkt Studierenden Punkte für Militär-Dienstgrade

Die Offiziersausbildung in der Schweizer Armee kann Vorteile bringen. Ab diesem Semester kann an der Uni Zürich die militärische Kaderausbildung angerechnet werden. Dies teilte das Militärdepartement VBS mit.

Soldaten sitzen an einem Tisch, auf dem mehrere Laptops stehen.
Legende: Eine Kaderausbildung im Militär kann sich im zivilen Studium lohnen. Keystone / Archiv

Armeeangehörige können sich ab dem Herbstsemester 2016 ihre höhere militärische Kaderausbildung an ihr Studium an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich anrechnen lassen. Diese Vereinbarung ermöglicht eine Kooperation zwischen der Höheren Kaderausbildung der Armee und der Fakultät der Uni Zürich, wie es in der Medienmitteilung des VBS heisst.

Eine Ausbildung ab Stufe Fourier und Feldweibel ergebe drei bis sechs ECTS-Punkte in den Studiengängen der Fakultät. Die militärische Ausbildung sei eine wertvolle Ergänzung zum akademischen Studium, teilte Harald Gall, Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, mit.

Die Anerkennung an den Hochschulen ist nicht neu: Die Universitäten St. Gallen, Neuenburg und alle sieben öffentlich-rechtliche Fachhochschulen haben bereits solche Anerkennungsvereinbarungen. Die Universitäten Basel, Luzern und die Fernstudiengänge wollen nachziehen.

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Bauert (A. Bauert)
    20 Punkte fürs Militär, 20 Punkte für die Masterarbeit ... wenn ein Mann soooo dumm ist, für sein Militärzeug Punkte zu holen, muss man ihn zum Glück nicht anstellen!
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Da diese Militärausbildung nur Männern systemisch in Frage kommt, stellt dieser Beschluss einen krassen Verstoss gegen GiG dar. Ein gewisses Bundesamt hat schon mal gleiches im Bewerbungsverfahren probiert, da haben wir Frauen eine Petition eingereicht. Dummerweise gab es unter den Unterzeichenden dutzenderweise juristisch ausgebildete Personen, daher weiss ich, dass spätestens das Bundesgericht diesen Beschluss kassieren müsste. Also soll sich die UZH den Weg ersparen.
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    1. Antwort von Daniel Fuchs (Daniel Fuchs)
      Männer müssen, Frauen dürfen ... wo ist da der Verstoss? Sorry versteh ich jetzt echt nicht.
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    2. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      @Fuchs - Die Frauenprivilegierung ist noch krasser bei der Polizei. Als noch die bestandene Militaer-RS oder gar eine bestehende Einteilung bei der Elite verlangt wurde, konnte sich jeder Polizist bei lebensgefaehrlichen Einsaetzen darauf verlassen, dass der Kamerad instinktiv sofort, und nicht erst mit Verzoegerung lebensrettend reagieren wird. Wenn berufliche Lorbeeren zurecht nur mit "freiwilliger" Erfuellung der Wehrpflicht geerntet werden koennen, haben die Frauen gar die Wahl ob sie wollen
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Wehrpflichtige Angehoerige einer Armee duerften nach internationalem Recht nur zum Toeten, Zerstoeren, Bewachen und Ueberwachen ausgebildet und verwendet werden. Der ID, PD und die Hotellerie muessten der Armee in Friedenszeiten nicht nur fuer das Kader durch Private vom Staat gestellt und in Kriegszeiten aus den nicht Wehrpflchtigen vom Staat requiriert werden. Dass nun zivile Punkte auch fuer Wehrpflichtige verschenkt werden, dokumentier nur einmal mehr den Missbrauch als Zwangsarbeitsreservoi
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