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Schweizer Festival-Saison Verschärfte Kontrollen an Gross-Events

Nach den Ereignissen von Manchester und Deutschland werden die Sicherheitsvorkehrungen in der Schweiz verstärkt.

Legende: Video Verschärfte Sicherheitsmassnahmen abspielen. Laufzeit 01:51 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.06.2017.

Auch in der Schweiz startet bald die Festival-Saison. Schon am kommenden Mittwoch gastiert im Zürcher Letzigrund die amerikanische Hard-Rock-Band Guns n’ Roses.

Nach dem Terroralarm beim Open-Air-Festival «Rock am Ring» in Deutschland und dem Anschlag in Manchester wurden die Sicherheitsmassnahmen nochmals überprüft und verschärft. Taschen und Rucksäcke sind am Mittwoch verboten. Erlaubt sind lediglich nur kleine Gürtel- oder Handtaschen.

Zuständig für die Umsetzung des Sicherheitskonzepts ist die Firma «Delta Security». Das Sicherheitsunternehmen stellt generell ein zunehmendes Sicherheitsbewusstsein der Veranstalter fest, sagt Linus Eberhard. Die Nachfrage an technischen Geräten, wie etwa Röntgenscannern, Personenschleusen und Metalldetektoren habe zugenommen. Auch der Einsatz von Sprengstoffspürhunden sei an der Tagesordnung.

Absprache mit den Behörden des Bundes

Welche Massnahmen an Festivals oder Grosskonzerten nötig sind, entscheiden Veranstalter gemeinsam mit der Polizei. Marco Cortesi von der Stadtpolizei Zürich sagt, vor einem Konzert wie am Mittwoch fände laufend eine Lagebeurteilung statt. Dabei stützt sich die Polizei auch auf die Informationen des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB), dem Fedpol und den anderen Polizeikorps der Schweiz. Diese Erkenntnisse fliessen dann in die Lagebeurteilung mit dem Veranstalter ein, sagt Cortesi.

Andere Veranstalter äussern sich auf Anfrage ähnlich. Soweit möglich, hat man sich auf die neue Bedrohungslage vorbereitet.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Achim Frill (Afri)
    Habe einen kleinen Vorschlag, den man je nach Sichtweise ernst nehmen, oder belächeln kann: Alle Festivalbesucher rasieren sich vor einem Besuch komplett Bart und Schnauz weg. Für Islamisten ist Bartlosigkeit jedoch ein absolutes no-go, für die kommt das einer schweren Sünde gleich. Tauchen sie dann an einem Festival auf, kann man sie schon von Weitem erkennen und sofort auf den Radar nehmen. Idee gut?
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  • Kommentar von Michael Räumelt (Monte Verita)
    Als wenn sich jemals ein Selbstmordattentäter von Sicherheitsmassnahmen hat abschrecken lassen...Israel hat die besten Sicherheitsvorkehrungen und dennoch passieren permanent Anschläge .. sollte zu denken geben.
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Die Langzeitwirkung der Terrorattacken wird sich genau an solchen Reaktionen messen. Denn genau das wollten ja die Terroristen erreichen. Verschärfte Kontrollen, mehr Unsicherheit, mehr Einschränkung in unseren Freiheiten, weniger Selbstverständlichkeit in der Ausübung unserer Rechte usw. Unsere Wertevorstellungen, unsere Normen werden durch diese Attacken langfristig, schleichend, unwiderruflich deformiert.
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    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Deshalb hier nochmals Herfried Münklers und m.E. einzige richtige Antwort auf die gezielt geschürte Angst: Wir brauchen keine zusätzliche Kontrollen und Mehrfachberichte über Terroranschläge, sondern eine "heroische Gelassenheit". Erst diese entzieht dem Terror seine Wirkung.
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