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Flucht in die Schweiz Viele Kinder kommen allein

Die Zahl der Asylsuchenden in der Schweiz ging 2016 markant zurück. Trotzdem stellen immer noch viele Kinder und Jugendliche ohne Begleitung ein Asylgesuch in der Schweiz.

Legende: Audio Jung – allein – auf der Flucht abspielen. Laufzeit 01:33 Minuten.
01:33 min, aus HeuteMorgen vom 24.01.2017.

Das ist neu: Fast 2000 unbegleitete Minderjährige haben in der Schweiz im letzten Jahr ein Asylgesuch gestellt, wie Recherchen von Radio SRF zeigen. Die meisten sind Teenager, aber es sind auch sehr junge Kinder darunter. Nur 2015 haben noch mehr Kinder und Jugendliche ein Asylgesuch gestellt – obwohl die Asylzahlen insgesamt rückläufig, Link öffnet in einem neuen Fenster sind.

So reagierten die Behörden: 2015 hat der Bund begonnen, unbegleitete Minderjährige auch Kantonen zuzuweisen, die keine Erfahrungen mit ihnen hatten. Die Sozialdirektoren-Konferenz der Kantone SODK gab darum Empfehlungen, worauf die Kantone zu achten haben.

Legende:
Bestand der Minderjährigen im Asylprozess (Stand: 31.12.16) Staatssekretariat für Migration SEM

Zwischenbilanz: Heute werden die allermeisten unbegleiteten Minderjährigen gemäss den SODK-Empfehlungen untergebracht, also separat und nicht gemeinsam mit erwachsenen Asylsuchenden.

Das bleibt problematisch: Junge, unbegleitete Flüchtlinge müssen dereinst in den Arbeitsmarkt integriert werden. SODK-Generalsekretärin Gaby Szöllösy warnt: «Falls das nicht gelingt, bleiben sie von der Sozialhilfe abhängig – und das hat exorbitante Kosten zur Folge.» Schon heute fehlten den Kantonen Millionen für junge, unbegleitete Asylsuchende.

Legende:
Asylgesuche von unbegleiteten Minderjährigen (2004-2016) Total und nach ausgewählten Herkunftsländern in absoluten Zahlen. (Werte erscheinen bei Mouseover) Staatssekretariat für Migration SEM

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    2. Versuch: Rückführung von unbegleiteten Minderjährigen (UMA) ist verboten. Doch bald werden sie erwachsen. Fragen dazu: 1.) Werden sie denn als Erwachsene zurückgeführt, falls nicht asylwürdig? Wenn nein, auf welcher Grundlage? 2.) Zählt dieser Aufenthalt im Sinne der geplanten erleichterten Einbürgerung für die 3. Generation auch? Ich meine, wenn diese UMA-s Enkel haben werden, was in ca. 20-25 J durchaus der Fall sein kann. --- Ich hätte gerne wirklich Antworten.
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    1. Antwort von Margot Helmers (Margot Helmers)
      UNO Kinderechtskonvention: "Flüchtlingskindern ist ein angemessener Schutz und humanitäre Hilfe bei der Wahrnehmung der Rechte zu gewähren. Vorrangiges Ziel ist eine Familienzusammenführung." Gerade ist in der BAZ ein Bericht, dass viele Eritreer Heimaturlaub machen. Man könnte z.B. die jugendlichen Eritreer sofort nach Hause begleiten. Es ist ein Skandal, dass Eltern ihre Kinder die gefährliche Reise antreten lassen!
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    "Die Sozialdirektoren-Konferenz der Kantone SODK gab darum Empfehlungen" Vielleicht sollte man der SODK erklären, wer genau Einsatz in der Flüchtlingskrise zeigt, wer in die Krankenkassen einzahlt, wer für die Sozialhilfe für die Flüchtlinge aufkommt, wer für den Grossteil des Steueraufkommens verantwortlich ist, wer in den Gemeinden die eigentliche Arbeit macht und finanziert und wer die ganzen negativen Auswirkungen des ganzen Asylschwachsinns hautnah mitbekommt...
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Der Bund muss sparen, weil......(s. Artikel!)
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