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Legende: Audio Die Basler Finanzdirektorin Eva Herzog im Interview abspielen. Laufzeit 06:43 Minuten.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 20.05.2019.
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Stände- statt Regierungsrat Eva Herzog in der Poleposition

Nach dem Rücktritt von Anita Fetz will die Basler SP den Ständeratssitz verteidigen. Die Chancen stehen gut.

In beiden Basler Halbkantonen sorgen Rücktritte der langjährigen Standesvertreter für Spannung im Wahlherbst. Im Baselbiet und in Basel-Stadt hält die SP den jeweiligen Sitz, in beiden Kantonen wollen die Bürgerlichen nach jahrelanger Absenz zurück ins Stöckli.

In Basel-Stadt sorgen ausgerechnet die Bürgerlichen selbst dafür, dass die Kandidatin der SP, Noch-Finanzministerin Eva Herzog, unangefochten die Spitzenposition belegt. FDP, CVP, LDP und SVP konnten sich nicht auf eine gemeinsame Einer-Kandidatur einigen. Die SVP scherte aus und schickt mit der ehemaligen Spitzen-Fechterin Gianna Hablützel-Bürki sogar eine eigene Kandidatin ins Rennen.

Dies sorgt bei FDP, CVP und LDP für Kopfschütteln. Sie stellen mit der LDP-Präsidentin Patricia von Falkenstein eine Kandidatin, die über die Parteigrenzen bis in die politische Mitte Sympathien geniesst.

Dass die SVP von Falkenstein nicht unterstützt, war mitverantwortlich für einen Hauskrach in der Basler SVP, der im Rücktritt des langjährigen Präsidenten Lorenz Nägelin gipfelte.

Diesem Treiben schauen die Basler Linken indes genüsslich zu, denn nur ein gemeinsamer Auftritt der Bürgerlichen wäre - wenn überhaupt - eine Gefahr gewesen für den Ständeratssitz der SP.

Gute Voraussetzungen für Eva Herzog

Mit Eva Herzog verfügen die Basler Sozialdemokraten ausserdem über eine Kandidatin, die bei den letzten Regierungsratswahlen stets das Spitzenresultat machte. Die Finanzdirektorin gilt als beliebt in der Basler Bevölkerung und kann seit Jahren regelmässig Millionenüberschüsse präsentieren.

Beat Jans gibt nach und mach den Weg frei

Dass die Basler SP ihren Sitz im Ständerat verliert, ist praktisch ausgeschlossen. Spätestens im zweiten Wahlgang dürfte Herzog den Sprung nach Bern schaffen. Dorthin wollte die Basler Finanzdirektorin übrigens schon einmal – und zwar als Bundesrätin. Das parteiinterne Rennen machte schlussendlich die Bernerin Simonetta Sommaruga.

Dass Herzog die Ständeratskandidatin der Sozialdemokraten sein würde, war nicht immer klar. Auch SP-Nationalrat Beat Jans interessierte sich für das Amt. Er gab seine Ambitionen schliesslich auf zugunsten von Herzog.

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