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Patricia von Falkenstein will Ständerätin werden, Christoph Eymann seinen Nationalratssitz verteidigen
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Wahlen Basel-Stadt Bei der LDP ist Politik auch Familientradition

Während die Liberalen in allen anderen Kantonen ausgestorben sind, befinden sie sich in Basel-Stadt seit Jahren im Wachstum.

Es ist fast wie bei Asterix und Obelix. Überall in der Schweiz ist die Liberale Partei untergangen oder hat sich der FDP angeschlossen. Überall? Nein, im Kanton Basel-Stadt ist das nicht der Fall. Die LDP hat sich geweigert, der FDP die Hand zu reichen. Sie politisiert eigenständig weiter und ist derzeit gar deutlich erfolgreicher unterwegs als die Freisinnigen. Bei den letzten kantonalen Wahlen war die LDP die drittstärkste Partei hinter der SP und der SVP.

Erfolgreicher als die FDP

Weshalb ist das so? Eine, die das wissen muss, ist Patricia von Falkenstein. Sie ist seit 30 Jahren in der Partei, mittlerweile präsidiert sie die LDP. Dass ihre Partei mit der FDP fusioniere, sei für sie nie in Frage gekommen. «Die Fusionsspekulationen haben uns motiviert, uns nochmals ins Zeugs zu legen. Und die Leute haben das honoriert.»

Honoriert, das heisst: Die LDP feiert Erfolge. Nicht nur auf kantonaler Ebene. Vor vier Jahren wurde Christoph Eymann in den Nationalrat gewählt. Er verdrängte ausgerechnet die Basler FDP aus dem Bundesparlament.

Quelle: Smartvote.ch
Legende: Quelle: Smartvote.ch ZVG

Für diese Erfolge gibt es Gründe. Christoph Eymann sagt: «Uns gibt es in Basel noch immer, weil wir gute Köpfe haben. Andere Bürgerliche haben Personalprobleme, wir dagegen können gute Leute bringen, die Mehrheiten hinter sich vereinen können.»

Tatsächlich ist es so, dass man auf den Listen der LDP häufig Namen findet, die in Basel bekannt und verwurzelt sind. Man gibt die Parteizugehörigkeit manchmal auch in der Familie weiter. Es ist auffällig, wie viele Leute sich bei der LDP engagieren, die miteinander verwandt sind.

Drei Familienmitglieder kandidieren

Das beste Beispiel dafür sind Patricia von Falkenstein und Christoph Eymann. Sie waren früher ein Paar. Nun kandidieren Patricia von Falkenstein und Christoph Eymann ebenso für den Nationalrat wie der gemeinsame Sohn Benjamin von Falkenstein.

Denkbar ist nun folgendes Szenario: Eymann wird wieder in den Nationalrat gewählt. Von Falkenstein profitiert von der Bekanntheit durch ihre Ständeratskandidatur und wird hinter Eymann Zweite auf der Nationalratsliste der LDP. Eymann tritt während der Legislatur zurück - und von Falkenstein erbt seinen Sitz im Nationalrat. Dieser bliebe damit in der Familie.

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