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Legende: Audio Eine tiefe Listennummer hat kaum Einfluss auf die Wahl. abspielen. Laufzeit 06:48 Minuten.
06:48 min, aus Regionaljournal Graubünden vom 21.05.2019.
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Nationalrats-Arithmetik Allianz zwischen GLP, SP und Verda steht

Wer mit wem? Beim Rennen um den fünften Bündner Nationalratssitz sind Listenverbindungen entscheidend.

Als erstes haben SP, GLP und die Grünen die Katze aus dem Sack gelassen. Die drei planen gemeinsam in die Nationalratswahlen zu gehen. Man habe sich auf eine Listenverbindung geeinigt, schreiben die Parteien in einer Mitteilung.

Legende:
Kanton Graubünden: Parteistärke 1991 - 2015 BDP und GLP traten 2011 erstmals zur Wahl an. Die Grünen waren 1995 (3,5%) und 2011 (2,2%) dabei. Kanton Graubünden

Allianzen haben in den letzten Jahren immer wieder den Ausschlag dafür gegeben, wer den fünften Bündner Sitz holt. Das Restmandat schnappte 2011 die GLP der FDP weg. 2015 sicherte sich die SVP den Sitz. 2019 dürfe es erneut Spannung geben um den fünften Sitz.

SP, Grüne und Grünliberale machen gemeinsame Sache

Die nun beschlossene Konstellation gab es bereits 2011. Damals gelang es diesem Bündnis, der FDP einen Sitz abzujagen. GLP und SP konnten dann je eine Vertretung nach Bern schicken. Für die Wahlen 2019 spricht das Parteientrio von einer Klima-Allianz. Man wolle allen Stimmen, die eine ökologische Politik wünschten, maximales Gewicht geben. Das Bündnis dürfte vor allem der SP sehr gelegen kommen. Ihre Nationalrätin Silva Semadeni tritt als einzige der Bisherigen nicht mehr zu den Wahlen an.

GLP lacht
Legende: 2011 war Josias Gasser (links) von der GLP der lachende Wahlgewinner. Er schnappte der FDP den Sitz weg. Keystone

Die Mission heisst also, Sitz halten. Schaffen soll dies ihr Zugpferd, der frühere Parteipräsident Jon Pult. Auch wenn die SP ihren Sitz wohl auch aus eigener Kraft halten könnte, die Stimmen der Grünen und der Grünliberalen dürften für ein komfortables Polster sorgen.

Offen ist, wie sich die andern Parteien positionieren. Möglich sind unter anderem folgende Szenarien:

FDP, CVP und BDP gehen Hand in Hand

Diese Konstellation gab es bereits bei den letzten Wahlen 2015. Vor allem die FDP wollte so ihren 2011 verlorenen Sitz zurückgewinnen. Fast wäre es gelungen, nur wenige Stimmen fehlten. Am Schluss ging der fünfte Bündner Sitz allerdings zur SVP.

Bündner Vertretung in Bern

Heinz Brand (SVP)
Seit 2011
Duri Campell (BDP)
Seit 2015
Martin Candinas (CVP)
Seit 2011
Magdalena Martullo-Blocher (SVP)
Seit 2015
Silva Semadeni (SP)
(tritt nicht mehr an)
1995-1990, Seit 2011

Auch für diesen Herbst hat sich die FDP die Rückeroberung ihres Sitzes auf die Fahne geschrieben. Bei den Liberalen macht man keinen Hehl daraus, man möchte ein bürgerliches Päckli. Wie fest die BDP aber Lust auf ein Zusammengehen hat, ist offen.

Denkbar wäre nämlich, dass die FDP ihr in dieser Konstellation den bisherigen Sitz von Duri Campell wegschnappt. Die CVP kann der ganzen Sache gelassen zusehen, ihr Spitzenkandidat der bisherige Martin Candinas hat sich in Bern etabliert und kann den Wahlen zuversichtlich entgegenblicken.

SVP machts alleine

Nach ihrem Coup bei den Wahlen 2015, als die Partei sich mit Magdalena Martullo-Blocher einen zweiten Sitz sicherte, will die SVP diesen nun auch halten. Auch wenn Gespräche mit anderen Parteien geführt werden, eine Listenverbindung mit CVP, FDP und BDP scheint unwahrscheinlich.

Martullo kommt
Legende: 2015 gewann die SVP das Restmandat und sicherte sich mit Magdalena Martullo-Blocher einen zweiten Sitz. Keystone

Bis jetzt zeigen die Bürgerlichen der SVP nämlich die kalte Schulter. Es dürfte darauf hinauslaufen, dass die SVP erneut alleine in die Wahlen steigt. Dies hatte bereits 2015 Erfolg. Magdalena Martullo-Blocher tritt im Herbst zusammen mit Heinz Brand als Bisherigen an, es ist nicht anzunehmen, dass sie weniger Stimmen macht als damals.

(SRF 1, Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr, lies)

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