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Legende: Audio Eine tiefe Listennummer hat kaum Einfluss auf die Wahl. abspielen. Laufzeit 06:48 Minuten.
Aus Regionaljournal Graubünden vom 21.05.2019.
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Nationalrats-Arithmetik Bündner Parteien setzen auf Allianzen

Wer mit wem? Beim Rennen um den fünften Bündner Nationalratssitz sind Listenverbindungen entscheidend.

Für die Nationalratswahlen am 20. Oktober 2019 sind bei der Standeskanzlei Graubünden 20 Wahlvorschläge mit insgesamt 100 Kandidierenden eingegangen. Es kandidieren 35 Frauen und 65 Männer. Um zusätzliche Stimmenprozente zu erreichen sind einzelne Parteien Listenverbindungen eingegangen.

Als erstes haben SP, GLP und die Grünen die Katze aus dem Sack gelassen. Die drei planen gemeinsam in die Nationalratswahlen zu gehen. Man habe sich auf eine Listenverbindung geeinigt, schreiben die Parteien in einer Mitteilung.

Legende:
Kanton Graubünden: Parteistärke 1991 - 2015 BDP und GLP traten 2011 erstmals zur Wahl an. Die Grünen waren 1995 (3,5%) und 2011 (2,2%) dabei. Kanton Graubünden

Allianzen haben in den letzten Jahren immer wieder den Ausschlag dafür gegeben, wer den fünften Bündner Sitz holt. Das Restmandat schnappte 2011 die GLP der FDP weg. 2015 sicherte sich die SVP den Sitz. 2019 dürfe es um den fünften Sitz erneut Spannung geben.

SP, Grüne und Grünliberale machen gemeinsame Sache

Die beschlossene Konstellation bei der SP, GLP und den Grünen gab es bereits 2011. Damals gelang es diesem Bündnis, der FDP einen Sitz abzujagen. GLP und SP konnten je eine Vertretung nach Bern schicken. Für die Wahlen 2019 spricht das Parteientrio von einer Klima-Allianz.

Man wolle allen Stimmen, die eine ökologische Politik wünschten, maximales Gewicht geben. Das Bündnis dürfte vor allem der SP sehr gelegen kommen. Ihre Nationalrätin Silva Semadeni tritt als einzige der Bisherigen nicht mehr zu den Wahlen an.

GLP lacht
Legende: 2011 war Josias Gasser (links) von der GLP der lachende Wahlgewinner. Er schnappte der FDP den Sitz weg. Keystone

Die Mission heisst also, Sitz halten. Schaffen soll dies ihr Zugpferd, der frühere Parteipräsident Jon Pult. Auch wenn die SP ihren Sitz wohl auch aus eigener Kraft halten könnte, die Stimmen der Grünen und der Grünliberalen dürften für ein komfortables Polster sorgen.

FDP, CVP und BDP gehen Hand in Hand

Als Reaktion auf den Sitzverlust vor acht Jahren machten vor vier Jahren auch die Mitte-Parteien gemeinsame Sache. Und: FDP, CVP und BDP «erneuern die Listenverbindung von 2015» teilen die drei Parteien Anfang August mit. Auch in diesem Jahr gehen sie also eine Verbindung ein.

Bündner Vertretung in Bern

Heinz Brand (SVP)
Seit 2011
Duri Campell (BDP)
Seit 2015
Martin Candinas (CVP)
Seit 2011
Magdalena Martullo-Blocher (SVP)
Seit 2015
Silva Semadeni (SP)
(tritt nicht mehr an)
1995-1990, Seit 2011

Ziel sei es, die auf die bürgerliche Mitte entfallenen Stimmen zu bündeln und damit die politische Mitte zu stärken. Somit werde eine vergleichbare Ausgangslage wie vor vier Jahren geschaffen.

SVP macht's alleine

Nach ihrem Coup bei den Wahlen 2015, als die Partei sich mit Magdalena Martullo-Blocher einen zweiten Sitz sicherte, will die SVP diesen nun auch halten. Auch wenn Gespräche mit anderen Parteien geführt wurden, eine Listenverbindung mit CVP, FDP und BDP kam nicht zustande.

Martullo kommt
Legende: 2015 gewann die SVP das Restmandat und sicherte sich mit Magdalena Martullo-Blocher einen zweiten Sitz. Keystone

Ein Alleingang brachte der SVP bereits 2015 Erfolg. Magdalena Martullo-Blocher tritt im Herbst zusammen mit Heinz Brand als Bisherigen an. Es ist nicht anzunehmen, dass sie weniger Stimmen macht als vor vier Jahren.

(SRF 1, Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr, lies)

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