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Legende: Audio Alois Bissig greift Sitz von Peter Keller an abspielen. Laufzeit 01:38 Minuten.
01:38 min, aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 07.06.2019.
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Nationalratswahlen Nidwalden SVP-Mann Peter Keller bekommt unerwartete Konkurrenz

Alt Regierungsrat Alois Bissig will gegen ihn antreten. Als «wilder» Kandidat, weil ihn seine Partei, die CVP nicht nominiert hat.

Nidwalden hat bloss einen Sitz im Nationalrat. Diesen besetzt seit 2011 der 47-jährige Historiker und Journalist Peter Keller. Dessen Partei, die SVP, hat ihn Mitte Januar einstimmig für eine dritte Amtszeit nominiert. Bisher machte keine andere Nidwaldner Partei offzielle Anstalten, eine Kandidatin oder einen Kandidaten für die Wahl vom 20. Oktober zu stellen.

Keller schaffte Einzigartiges

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2011 war es SVP-Mann Peter Keller gelungen, den Nidwaldner Nationalratssitz der FDP wegzuschnappen. Damit holte er erstmals für die SVP Nidwalden ein eidgenössisches Mandat. Dieses wollen die SVP und Keller nun im Herbst ein weiteres Mal verteidigen.

Am wahrscheinlichsten ist, dass die CVP einen Herausforderer oder eine Herausforderin ins Rennen schickt. Parteipräsidentin Therese Rotzer sagte auf Anfrage von Radio SRF, die Ortsparteien hätten noch bis Ende Juni Zeit, jemanden zu nominieren. Die kantonale CVP würde es begrüssen, wenn sie mit jemandem bei der Nationalratswahl antreten könnte.

Rückkehr eines alten Bekannten

Eine erste CVP-interne Kandidatur blieb allerdings erfolglos: Mitte Mai gab der ehemalige Nidwaldner Justiz- und Sicherheitsdirektor Alois Bissig bekannt, er wolle auf die Politbühne zurückkehren und würde sich als Kandidat zur Verfügung stellen. Allerdings erteilte die CVP-Ortspartei von Ennetbürgen diesem Ansinnen eine Absage, mit 17 zu 11 Stimmen.

Das lässt Bissig nicht auf sich sitzen: Anfang Juni meldet er sich erneut und kündigte an, er werde für den Nidwaldner Nationalratssitz kandidieren – unterstützt von einem überparteilichen Nominations-Komitee. Zur Begründung sagte Alois Bissig: Er wolle den Wählerinnen und Wählern eine echte Auswahl ermöglichen.

SP lässt's offen – Grüne wollen nicht

Es bleibt noch Zeit: In Nidwalden ist der 2. September Eingabeschluss für Kandidaturen. Ganz sicher nicht antreten werden die Grünen, wie schon vor vier Jahren. Sie teilten mit, sie seien mit der Politik der Nidwaldner Vertreter in Bern zwar nicht einverstanden, es sei aber nicht ihre Aufgabe, stille Wahlen zu verhindern. Die SP liess eine allfällige Nationalrats-Kandidatur bisher hoffen.

Im Kanton Nidwalden kommt es immer wieder zu stillen Wahlen. Um eine stille Wahl Kellers zu verhindern, hatte 2015 der Zürcher Journalist Andreas Fagetti für den Nidwaldner Ständeratssitz kandidiert.

(SRF 1, Regionaljournal Zentralschweiz, 06:32 Uhr)

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