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Legende: Video Walliser CVP unter Druck abspielen. Laufzeit 03:45 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 17.05.2019.
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Nationalratswahlen Wallis Schwierige Ausgangslage für die CVP

Die CVP hat im Vergleich mit 2015 das gesamte Personal ausgewechselt. Auch deshalb könnte die Linke ein Mandat gewinnen.

Zurzeit sind die acht Walliser Nationalratssitze wie folgt verteilt: Die C-Parteien (CVP und CSP Oberwallis) haben vier Sitze. Die SVP zwei, die FDP und die SP je einen. Gleich der ganze C-Block tritt im Vergleich zu den letzten Wahlen mit neuen Kräften an.

Im Oberwallis rutschte Thomas Egger (CSPO) 2017 für den in Staatsrat gewählten Roberto Schmidt nach. Philippe-Matthias Bregy (CVP) folgte im Dezember 2018 auf Bundesrätin Viola Amherd.

Im Unterwallis hat Benjamin Roduit 2017 Yannick Buttet ersetzt, der wegen einer Stalking-Affäre zurücktreten musste und später wegen Nötigung verurteilt worden war. Und die vierte CVP-Vertreterin, Géraldine Marchand-Balet, tritt im Herbst nicht mehr zu den Wahlen an.

Legende:
Kanton Wallis: Parteistärke 1991 - 2015 Es werden nur jene Parteien berücksichtigt, die auch 2019 antreten. Die SVP hat an den Walliser Nationalratswahlen ab 1999 teilgenommen. Bundesamt für Statistik

CVP ohne Zugpferde

Buttet, Amherd und Schmidt galten als Zugpferde ihrer Partei. Sie zu ersetzen dürfte nicht einfach sein. Besonders der achte Sitz, der des Schmidt-Nachfolgers Thomas Egger, gilt als aktut gefährdet. Der Sitz ist als «Wackelposition» bekannt, er hat immer wieder gewechselt in den letzten Jahrzehnten.

Chancen auf einen Sitzgewinn werden insbesondere den Linken eingeräumt. Schon bei den Wahlen 2015 war es knapp: Weil nicht alle Listen links der Mitte Teil eines Listenverbundes waren, verlor die SP eines ihrer beiden Mandate. Nun sind die Listen verbunden. Und die Walliser Grünen haben seit den letzten nationalen Wahlen markant zugelegt.

Grüne im Aufwind

Bei den Grossratswahlen im Frühling 2017 gewannen die Grünen gleich sechs Mandate hinzu (von zwei auf acht), und bei den Verfassungswahlen im Dezember 2018 wurden 10 grüne Kandidaten gewählt. Eine weitere Steigerung ist möglich.

Gleich von einem Linksrutsch im bürgerlich dominierten Kanton Wallis zu sprechen wäre dennoch nicht richtig: Die FDP dürfte ihr Mandat halten können. Bei der SVP ist ein Sitz ungefährdet. Für den zweiten Sitz könnte es knapp werden. Politbeobachter rechnen damit, dass sich das Rennen um den achten Sitz zwischen der CSP Oberwallis und der SVP Oberwallis abspielen wird.

Prognose: Sitzgewinn für die Linke

SRF-Korrespondentin Priska Dellberg glaubt, dass die Grünen einen Sitz gewinnen werden:

«Die Grünen haben auch im Kanton Wallis markant zugelegt seit den letzten Nationalratswahlen. Sie sind die Wahlsieger der kantonalen Wahlen und haben sich bei den Verfassungsratswahlen noch einmal gesteigert. Die Liste ist zudem prominent besetzt. Teilweise mit Köpfen, die auch ausserhalb des grünen Lagers wählbar sind.

Verlieren wird eher die CSP als die SVP. Die C-Parteien sind derzeit übervertreten, verglichen mit ihrem Wähleranteil von 40 Prozent. Zudem wird es der CVP wohl nicht gelingen, den Verlust von drei Zugpferden ganz aufzufangen.»

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