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Angela Merkel beeindrucke sie mehr als Greta Thunberg, sagt Tiana Moser im Interview mit SRF-Redaktor David Vogel
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Zürcher Ständeratswahl Tiana Moser: «Ich stehe für Themen, die bisher zu kurz kommen»

Bereits seit 12 Jahren ist Tiana Angelina Moser Nationalrätin für die GLP. Die etablierte Politikerin hat grossen Einfluss auf ihre Partei, deren Fraktion sie seit acht Jahren führt – und auch im Parlament gilt sie als einflussreich. Nun will sie den Sprung in den Ständerat schaffen, mit typischer GLP-Politik: In Finanz- und Wirtschaftsfragen tickt sie bürgerlich, in Ausländer- und anderen Gesellschaftsfragen stimmt sie mit den Linken – und in der Europafrage sagt sie als Einzige ganz klar Ja zum Rahmenvertrag. Mosers Chancen sind intakt: Die kommende Wahl gilt als Frauen- und als Klimawahl. Davon könnte die Umweltwissenschaftlerin gleich doppelt profitieren. Allerdings: Seit über 50 Jahren wurde im Kanton Zürich niemals ein Ständerat abgewählt.

Tiana Angelina Moser

Tiana Angelina Moser

Nationalrätin (GLP/ZH)

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Tiana Angelina Moser politisiert seit 12 Jahren für die Grünliberalen im Nationalrat. Sie studierte Staatsrecht, Umwelt- und Politikwissenschaften, arbeitete an der ETH und im Ausland. Die 40-Jährige lebt mit ihren Kindern in der Stadt Zürich.

SRF News: Ein Zugticket von Bern nach Zürich retour mit Halbtax kostet rund 50 Franken. Ist dieser Preis angemessen?

Tiana Angelina Moser: Ein stolzer Preis, aber wir müssen uns bewusst sein, dass Mobilität etwas kostet. Diese Strecke ist sehr belastet, dass sich das ein Stück weit im Preis widerspiegelt, finde ich richtig. Höhere Preise für den öffentlichen Verkehr zu fordern und gleichzeitig den Autoverkehr einschränken zu wollen ist für mich kein Widerspruch. Die Mobilität wächst derzeit unbegrenzt, das muss sich ändern, zum Beispiel indem die Preise anders gestaltet werden.

Seit über 50 Jahren wurde im Kanton Zürich kein Ständerat abgewählt. Warum soll sich das jetzt ändern, warum wollen Sie in den Ständerat?

Ich stehe für Themen, die bisher auf nationaler Ebene eher zu kurz kamen: eine verlässliche Klima- und Umweltpolitik, eine fortschrittliche Europapolitik und als Mutter von vier Kindern für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ich würde mich freuen, mich dafür im Ständerat einsetzen zu können. Und: In der letzten Legislatur gab es viel Reformstau, etwa bei der Altersvorsorge. Das hat auch mit der aktuellen Zusammensetzung des Ständerats zu tun, heute sind dort vor allem die grossen Parteien vertreten.

Am meisten Sorgen machen sich die Schweizerinnen und Schweizer um die Altersvorsorge, das zeigt das aktuelle Sorgenbarometer. Warum sind Sie dafür, dass das Rentenalter auf 67 steigt?

Wir müssen die Altersvorsorge auch für unsere Jungen sichern. Die Leute leben heute immer länger, darum müssen wir darüber sprechen, dass länger arbeiten eine Option ist. Ich bin darum für eine sukzessive Anpassung, auch für die Erhöhung des Rentenalters von Frauen. Wichtig ist dabei eine Flexibilisierung, dass Menschen mit belastenden Jobs auch weniger lang arbeiten könnten. Der Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmer soll nicht gestärkt werden, ich stehe zum liberalen Arbeitsmarkt. Das ist mit ein Grund, warum die Schweiz wirtschaftlich so gut da steht.

Das Interview führte David Vogel. Sie finden das ganze Gespräch im Audiofile.

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