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Staatsrat ohne Frauen
Aus Schweiz aktuell vom 08.04.2019.
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Wahlen im Tessin Lega erleidet Verluste – grüne Welle bleibt aus

  • Die FDP bleibt stärkste Partei im Tessiner Grossen Rat, verliert aber einen ihrer 24 Sitze.
  • Starke Verluste muss die Lega einstecken. Mit noch knapp 20 Prozent Wähleranteil erhält sie 18 Sitze, vier weniger als bisher.
  • Gewinne von grünen Parteien blieben im Tessin aus. Die Grünen verharren bei 6 Sitzen.
Legende:
Sitzverteilung Grosser Rat Tessin 2019 Das Parlament zählt 90 Sitze. Staatskanzlei Tessin

Lega und FDP haben im neu gewählten Grossen Rat des Kantons Tessin, Link öffnet in einem neuen Fenster nicht mehr zusammen die absolute Mehrheit wie seit 2015. Die FDP bleibt zwar mit einem Wähleranteil von 25.3 Prozent stärkste Partei, verliert aber einen ihrer 24 Sitze.

Die Lega muss gar den Verlust von vier Sitzen hinnehmen. Mit noch 19.8 Prozent Wähleranteil hat sie noch 18 Sitze. Dafür hat die SVP nun sieben Mandate erreicht mit einem Wähleranteil von 6.8 Prozent.

Verluste gibt es für die CVP. Sie erzielte noch 17.6 Prozent und verliert damit einen ihrer 17 Sitze. SP und Jungsozialisten hingegen konnten mit 14.4 Prozent Wähleranteil ihre 13 Mandate verteidigen.

Keine grüne Welle

Eine stärkere Unterstützung für grüne Parteien, wie es sie zuletzt bei den kantonalen Wahlen in Zürich, Luzern und Basel-Landschaft gab, gab es im Tessin nicht.

Die Grünen konnten ihre 6 Sitze (6.63 Prozent) halten und bleiben damit auf dem Stand von 2015 (6.02 Prozent). Die zum ersten Mal teilnehmende Grüne Liga erreichte einen Wähleranteil von 0.62 Prozent, die Grünliberalen 1.04 Prozent, was aber nicht für einen Sitz reichte.

Linke Parteien legen zu

Im Tessin ist ein leichter Linksrutsch festzustellen: Die Bewegung Movimento per il socialismo steigerte sich von zwei auf drei Sitze (2.39 Prozent), und weitere zwei Sitze gehen an die Kommunisten.

Einen Coup landete die Bewegung Più Donne (Mehr Frauen): Sie machte zum ersten Mal bei den Wahlen mit und kann nun auf Anhieb zwei Vertreterinnen in den Grossen Rat schicken.

Lega im Staatsrat am stärksten

Am Sonntag wurden nur die Wahlzettel für den Staatsrat ausgezählt. 53 Kandidierende standen auf 13 Listen zur Wahl, die – als einzigem Schweizer Kanton – nach dem Proporzwahlrecht erfolgte.

Bei den Staatsratswahlen überholte die gemeinsame Liste von Lega und SVP die FDP. Für die Parlamentswahlen traten die beiden Parteien jedoch mit getrennten Listen an.

Die politische Zusammensetzung des Staatsrates änderte sich am Sonntag nicht. Die Lega hält zwei Sitze und die FDP, die CVP und die SP je einen. Allerdings musste CVP-Vertreter Paolo Beltraminelli seinem Listenkollegen Raffaele De Rosa seinen Sitz überlassen.

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Gespräch mit Politgeograf Michael Hermann
Aus Schweiz aktuell vom 08.04.2019.
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27 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Diese hohe Stimmbeteiligung und die klare stabile Wahltaktik um die bürgerliche Mehrheit behalten zu können, hat die links/grüne Erfolgswelle im Kanton Tessin gebremst! Ob die Politexperten, die seit Tagen von einer TV-Kamera zu einer eingeladen werden, im Herbst bei den eidgenössischen Wahlen Recht bekommen, wird sich zeigen! Vielleicht haben wir im Herbst ganz andere Probleme. Auf die Strasse gehen dürften (könnten) dann allerdings die bürgerlichen Parteien nicht (wie auch schon in Bern)!
  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Tessin: Der politisch reifste Kanton der Schweiz

    Die Tessiner*innen sind die politisch versiertesten Schweizer*innen. Sie liessen sich vom Klimahype in der Deutschschweiz nicht ins Bockshorn jagen. Zudem lag die Wahlbeteiligung im Tessin bei sagenhaften 59,3% (ZH: 32,65%, BL: 34,11%, LU: 41,5%).
    1. Antwort von Jörg Frey  (giogio)
      . . . . . sondern wählten links-grün und gaben den Rechtspopulisten einen Denkzettel.
    2. Antwort von Thomas Bünzli  (Tumasch)
      @ Schneider: genau, darum hat es einen deutlichen Linksrutsch im Tessin gegeben …. Und wer immer noch vom Klimahype spricht ( und noch nicht die neuesten Untersuchungen vom massiven Gletscherschwund WELTWEIT gelesen hat ), dem fehlt doch die wissenschaftliche Reife ...
  • Kommentar von Bruno Muller  (onurb)
    Die Überschrift könnte auch heissen - Die SVP gewinnt 2 Sitze - grüne Welle bleibt aus.
    1. Antwort von Jörg Frey  (giogio)
      . . . . . und die mit der SVP verbündete Lega verliert 4 Sitze. . . . . oder Lega und SVP verlieren zusammen 2 Sitze.
    2. Antwort von Max Wyss  (Pdfguru)
      Na ja, die SVP hat diese zwei Sitze wohl von ihrem Zwillingsbruder Lega geholt…