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Schweiz Weg mit Waffen: Genf und Waadt starten Opération Vercingétorix

Die beiden Welschen Kantone machen sich stark für weniger Waffen im eigenen Heim. Wer will, kann ab Donnerstag ungewollte Pistolen, Gewehre oder Munition in die Zeughäuser bringen. Dort wird alles zerstört.

Jemand wirft ein Gewehr in eine Kiste mit Waffen.
Legende: Opération Vercingétorix: In den Abfall statt in den Keller. Keystone

Bei der Aktion namens Opération Vercingétorix sei Anonymität garantiert, hielten die Kantone in einer Mitteilung ausdrücklich fest.

Für die Rückgabe sollen die Zeughäuser in Morges (VD) und Genf an jedem ersten Donnerstag im Monat bis 20 Uhr geöffnet bleiben.

Die Waadtländer Bevölkerung könne Waffen aber auch jederzeit auf einem Polizeiposten abgeben.

Den «legitimen» Sorgen zuliebe

Die Aktion widerspreche dem Willen des Stimmvolks nicht, das 2011 die Waffeninitiative abgelehnt hatte, hiess es weiter. Mit der Opération Vercingétorix wolle man «legitimen» Sorgen der Bevölkerung ernst nehmen.

In der Schweiz hatte es bereits 2009 eine landesweite Aktion für die freiwillige Waffenabgabe gegeben. Dabei wurden insgesamt über 20'000 Waffen abgegeben.

Opération Vercingétorix?

Dieser Name bezieht sich auf eine Episode im Gallischen Krieg 58 bis 51/50 v. Chr. Der Anführer der Gallier wirft seine Waffe vor die Füsse des römischen Feldherrn Gaius Julius Cäsar – als Zeichen seiner Kapitulation. Die Szene kommt auch bei Asterix vor.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Kohler, Thurgau
    Entwaffnung? Diejenigen welche eine unregistrierte Waffe wollen, kriegen auch weiterhin welche - Falls irgendwann auch die registrierten Waffen eingezogen würden sind wir vielleicht plötzlich einmal froh über diesen Aspekt. Ansonsten sehe ich das wie Franz NANNI, Nelspruit SA
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  • Kommentar von Baumann Jakob, Basel
    Der Name der Operation könnte nicht passender sein. Die ganze EU ist schon entwaffnet nur ein kleines, widerborstiges Völkli macht (noch) Kalamitäten. Das geht doch nicht!! Wie schön doch die Medien das Spiel mitspielen (und natürlich das Volk das nur Brot und Spiele will). Jede Tyrannei hat mit der Entwaffnung des Volkes begonnen. Lesen Sie doch mal ein Geschichtsbuch. Wer die Waffengewalt hat, hat das Sagen. Soll das ein Beamtenappart (mit Berufsarmee) sein oder der bewaffnete Bürger?
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Ungewollte Waffen abgeben ist besser, als sie zu veraeussern und in die Haende von Kriminellen gelangen zu lassen! Wer will, kann ja seine Waffen behalten.. und es ist freiwillig sie vernichten zu lassen. Das hat mit Entwaffnung des Volkes nichts zu tun.!!!! Ich denke auch nicht, dass der Erfolg ueberaus gross sein wird.
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