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Wie verhindern wir die nächste Pandemie?
Aus SRF News vom 24.04.2020.
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Wie gut kennen Sie Covid-19? Was ist gesucht? Acht besondere Fragen zum Coronavirus

Das Coronavirus hat die Welt auf den Kopf gestellt. Täglich erreichen uns neue Informationen. SRF News blickt mit acht Fragen auf die Coronakrise. Ein Bild, ein Diagramm, eine Grafik, eine Zahl: Was ist gesucht?

In der Schweiz werden täglich Menschen getestet. Was besagt die Zahl 12%?

Labortests
Legende: SRF

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12 % der insgesamt in der Schweiz getesteten Personen sind positiv auf Corona getestet worden (Stand 5. Mai).

Die Zahl der durchgeführten Tests auf den Erreger SARS-CoV-2 belaufen sich in der Schweiz bisher insgesamt auf rund 286'403, wie das BAG am 5. Mai mitteilte. Bei 12% dieser Tests fiel das Resultat positiv aus.

Einige Fakten:

  • Die Altersspanne der Infizierten betrug 0 bis 108 Jahre.
  • Der Median betrug 52 Jahre, das heisst 50% der Fälle waren jünger, 50% älter als 52 Jahre.
  • 46% der Fälle waren Männer, 54% Frauen.
  • Erwachsene waren deutlich mehr betroffen als Kinder.
  • Insgesamt wurden bisher 3746 Betroffene hospitalisiert.
  • Von den 3329 hospitalisierten Personen, bei denen vollständige Daten vorhanden sind, hatten 14% keine relevanten Vorerkrankungen und 86% mindestens eine.

Welche zwei Personen, die vor drei Monaten noch keiner gekannt hat, sprechen hier?

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Bei den Personen handelt es sich um Daniel Koch (rechts) und Christian Drosten. Beide Experten haben in der Coronakrise durch ihre mediale Präsenz Berühmheit erlangt und gelten als «Mister Corona».

Daniel Koch ist das Aushängeschild der Schweiz im Kampf gegen das Coronavirus. Das Gesicht des Leiters der Abteilung übertragbare Krankheiten des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) ist seit Monaten in den Schweizer Fernsehstuben zu sehen. Seine Aufgabe: Die Mitgestaltung, Erklärung und Verteidigung der Regierungsstrategie zur Bekämpfung des Coronavirus. Der 65-jährige Arzt stand bereits im Kampf des BAG gegen die SARS-Epidemie 2002 und die Vogelgrippe H5N1 im Einsatz.

Christian Drosten bekleidet kein politisches Amt. Der Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin ist seit Jahren eine Koryphäe in der Coronavirus-Forschung und beliebter Interviewpartner in den Medien. In seinem viel beachteten Podcast gibt der Arzt zweimal wöchentlich eine Einschätzung der Situation ab. Der Podcast wurde für den Grimme Online Award 2020 nominiert. SRF-Wissenschaftsredaktorin Katrin Zöfel sagt zum Virologen: «Drosten macht sehr transparent, wo seine Expertise beginnt, und wo sie aufhört.» Und wo das Wissen, das man insgesamt inzwischen über Corona habe, noch Grenzen habe, und wo es eindeutig sei. «Das macht ihn sehr glaubwürdig.»

Worum handelt es sich bei der massiv abnehmenden Fläche?

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Legende:.Nasa

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Die Satellitenbilder der Weltraumagenturen Nasa und Esa zeigen am Beispiel China, dass im Vergleich zu den ersten Januarwochen die Konzentration von Stickstoffdioxid (NO2) im Februar stark zurückgegangen ist.

Gekappte Verkehrsverbindungen, Quarantäne ganzer Städte, Arbeitsniederlegungen von Industrien: Die drastischen Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus haben die Luftqualität in China signifikant verbessert. Stickstoffdioxid kann die Atemwege reizen, trägt zu saurem Regen bei und wird vor allem von Fahrzeugen, Kraftwerken und Fabriken ausgestossen.

Satellitenbilder, die zwischen dem 1. und 20. Januar dieses Jahres aufgenommen wurden, zeigen eine wesentlich höhere NO2-Dichte in der Troposphäre – der untersten Schicht der Erdatmosphäre – als während der späteren Quarantäne von Millionen Bürgern. Die gelben und roten Flächen, die für eine hohe Konzentration des Gases stehen, sind auf dem Bild für die Zeit vom 10. bis zum 25. Februar fast vollständig verschwunden.

Was erkennt man mit diesem Blick in den Zürcher Himmel?

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Legende: .

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Die Flugbewegungen am Flughafen Zürich haben sich innerhalb eines Monats um rund das Zehnfache verringert.

Noch Anfang März starten und landen rund 330 Flugzeuge am Flughafen in Kloten. Einen Monat später sind noch zwischen 10 und 30 Flugzeuge am Himmel über Kloten unterwegs. Am 10. April wird mit zehn Starts oder Landungen der Tiefstwert erreicht.

Die Swiss-Flotte ist derzeit zu über 90 Prozent stillgelegt, unter anderem stehen sieben Flugzeuge im jordanischen Amman. So spart die Fluggesellschaft teure Parkmieten im Inland. Es ist absehbar, dass es Monate oder Jahre dauert, bis sich der Flugverkehr vollends normalisiert.

Was zeigt uns diese Fläche auf im Vergleich zur Stadt Basel?

Karte Basel
Legende: SRF

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Ein Gedankenspiel: Würden sich alle Bewohner der Schweiz mit dem vorgegebenen Mindestabstand aufstellen, würden sie eine Fläche bedecken in der Grösse der Stadt Basel.

Auch nach den Lockerungen gelten die Hygiene- und Verhaltensregeln des Bundesamtes für Gesundheit weiter. Und dies noch für eine lange Zeit. Eng wird es vor allem in Restaurants und kleineren Läden. Trotzdem soll bald wieder weitgehend Normalität einkehren – mit strengen Schutzkonzepten für die verschiedenen Bereiche des alltäglichen Lebens. So dürfen zum Beispiel in Restaurants an einem Tisch maximal vier Personen Platz nehmen. Und zwischen den Tischen braucht es einen Mindestabstand von zwei Metern oder ein trennendes Element.

In welchem Zusammenhang steht dieses Fussballspiel in Mailand mit dem Coronavirus?

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Das Champions League-Spiel zwischen Atalanta Bergamo und Valencia gilt als Katalysator der Tragödie in Bergamo mit Tausenden Corona-Toten.

Die für die Mannschaft aus Bergamo historische Partie war am 19. Februar vor über 44’000 Zuschauern im Mailänder San-Siro-Stadion ausgetragen worden. Das Spiel fand nicht in Bergamo selbst statt, da das Heimstadion für Europacup-Spiele nicht zugelassen ist. Die über 40'000 Anhänger waren demnach in Bussen, Zügen oder auf Autobahn-Raststätten und Restaurants in engem Kontakt. Desweiteren sollen sich viele Fans in Bergamo in Bars oder in den Wohnungen versammelt haben, um das Spiel im Fernsehen zu verfolgen. Dies könnte zur massiven Verbreitung der Pandemie in Bergamo beigetragen haben. Die Stadt hat Tausende Tote zu beklagen. Der Bürgermeister von Bergamo, Giorgio Gori, bezeichnete die Begegnung als «biologische Bombe». Experten sind sich ob der tatsächlichen Auswirkungen dieses Spiels nicht einig.

Was bedeuten die Ausschläge in diesem Diagramm?

Diagramm.
Legende: SRF

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Das Diagramm zeigt die Todesfälle in der Schweiz seit dem 18. Jahrhundert. Die Ausschläge weisen auf den Anstieg an Toten aufgrund der Hungersnot, den Pocken und der Spanischen Grippe hin.

  • Der grösste Ausschlag ist der Spanischen Grippe zuzurechnen. Sie brach kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs aus und forderte in der Schweiz zwischen 1918 und 1919 rund 25’000 Todesopfer. In dieser Zeitspanne starben schweizweit etwas mehr als 75’000 Menschen. Bis heute wurden in keinem anderen Jahr seit Beginn des 19. Jahrhunderts so viele Todesfälle registriert. Weltweit raffte die Spanische Grippe zwischen 20 bis 50 Millionen Menschen dahin.
  • Der zweite Ausschlag fällt auf das Jahr 1871, in dem in der Schweiz mit rund 74’000 fast genauso viele Todesfälle gemeldet wurden wie 1918. Verantwortlich für diesen hohen Wert: eine Pockenepidemie. Sie soll während des Deutsch-Französischen Kriegs von in der Schweiz internierten französischen Soldaten eingeschleppt worden sein.
  • Ein dritter Ausschlag zeigt sich im Jahr 1817. Dieser ist unter anderem auf die Hungersnot in der Ostschweiz zurückzuführen, die von den Missernten im Jahr 1816 verursacht wurde.

Die aktuelle Corona-Pandemie hat in der Schweiz bis heute rund 1500 Menschen das Leben gekostet, wobei sich die Anzahl Todesfälle allgemein seit längerem mit rund 70'000 pro Jahr auf hohem Niveau bewegt.

Was haben diese Waren gemeinsam?

Waren
Legende: SRF

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Mehl, Toilettenpapier und Hygieneartikel: Diese Produkte waren gemäss Coop die Verkaufsschlager beim Lockdown-Start.

Im März verzeichnete Coop eine stark erhöhte Nachfrage nach bestimmten Produkten. Das grösste Absatzplus verzeichnete man beim Mehl, Toilettenpapier und Hygieneprodukten. Im April stieg die Nachfrage auch in den restlichen Bereichen. Dazu gehörten unter anderem Früchte und Gemüse, Milchprodukte und Brot. Mittlerweile hat sich die Nachfrage nach allen Produkten des täglichen Bedarfs auf einem hohen Niveau eingependelt. Diese Trends bestätigt auch die Migros auf Anfrage.

Mit 57 Milliarden Franken lassen sich rund fünf Gotthard-Basistunnel finanzieren. Wofür gewährt der Bund momentan Kredite in etwa gleicher Höhe?

Züge fahren durch mehrere Gotthard-Basistunnel.
Legende: SRF

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Der Bund genehmigte Kredite im Umfang von insgesamt rund 57 Milliarden Franken zur Bewältigung der Coronakrise.

Zum Vergleich: Der Jahrhundertprojekt des Gotthard-Basistunnels kostete rund 12 Milliarden Franken. Mit dem aktuell gesprochenen Betrag des Bundes könnten also fast fünf Gotthard-Basistunnel realisiert werden.

Das Geld fliesst in verschiedene Bereiche:

  • 40 Milliarden Franken sind zur Sicherung von Überbrückungskrediten für KMU vorgesehen.
  • 6 Milliarden Franken fliessen in die Arbeitslosenversicherung.
  • Für Erwerbsersatz für Selbstständige genehmigte der Nationalrat insgesamt 5,3 Milliarden Franken
  • Für die Beschaffung von Medikamenten, Masken und anderem Sanitätsmaterial knapp 2,6 Milliarden Franken.
  • Weiter werden Airlines mit 1,275 Milliarden Franken und flugnahe Betriebe mit 600 Millionen Franken unterstützt.
  • Beträge erhalten zum Beispiel auch Kitas, Sportvereine oder Kulturschaffende.

Tagesschau, 06.05.2020, 19:30 Uhr

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Samuel Müller  (Samuel Müller)
    Arthur Honegger sagt: “ Eine Pandemie an der anderen, obwohl wir weiter entwickelt sind als je zuvor.” Das mag in vielen Punkten so sein. In einem aber sicher nicht: Die Bevölkerung der zivilisierten Länder wird immer kranker und anfälliger, nicht nur altershalber. Seit dem Pillenknick der 60er, also seit der Mensch mehrheitlich bestimmt wer und was geboren wird, wird unser labiler Genpool wieder schlechter. Nur, die Natur gewinnt immer. Fragt sich nur wie kaputt wir sie vorher noch machen.
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  • Kommentar von Lothar Drack  (samSok)
    @SRF. In der Lösung zur letzten Frage, wohin fliesst wieviel Geld, steht u.a.

    „Für Erwerbsersatz für Selbstständige genehmigte der Nationalrat insgesamt 5,3 Millionen Franken

    Für die Beschaffung von Medikamenten, Masken und anderem Sanitätsmaterial knapp 2,6 Milliarden Franken“

    Stehen da Millionen und Milliarden wirklich an der richtigen Stelle?
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    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Lothar Drack
      Besten Dank für Ihren Hinweis. Wir werden der Sachlage nachgehen und allenfalls korrigieren.
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  • Kommentar von Beni Fuchs  (Beni Fuchs)
    Diese 57 Milliarden sind ein absoluter Witz, und man sieht gut, wo die Interessen liegen: 40 Mia sind lediglich Kredite, also werden einfach die Bezüger verschuldet, letztendlich keine Hilfe sondern ein Geschäft. Beinahe 2Mia gehn an Luftfahrt, klägliche 5 Milliönchen an die Selbständigerwerbenden, die ihre Existenzen verlieren. (...) Aber das Volk jubelt, wie gut die Krise gemeistert wird... Shame on you, Krisenmanagement!
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