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Schweiz «Wir spielen wieder in der ‹Champions-League›»

Nun also doch: Die Schweiz ist wieder mit von der Partie beim Forschungsprogramm der Europäischen Union. Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann erklärt, was dies für die Schweiz bedeutet.

Legende: Video Schneider-Ammann über die Wende bei «Horizon 2020» abspielen. Laufzeit 02:43 Minuten.
Aus News-Clip vom 12.09.2014.

Die Schweiz ist wieder mit dabei am Forschungsprogramm «Horizon 2020» der Europäischen Union. In einer Teil-Assoziierung kann sie an der sogenannten Säule 1 des Programms «Horizon 2020, Exzellente Forschung» teilnehmen, dem Programm für die universitäre Spitzenforschung.

«Das ist sehr wichtig», sagt Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann. «Wir spielen wieder in der ‹Champions League› mit, und es sind damit natürlich auch finanzielle Mittel aus Brüssel verbunden, die hoffentlich über die Projekte nun wieder an unsere Hochschulen kommen.»

Neue Projekte können eingereicht werden

Die neue Abmachung umfasst die erste Säule, zu der beispielsweise auch das prestigeträchtige «Human Brain Project» gehört, welches die EPFL in Lausanne führt. Dabei fliessen während 10 Jahren rund Milliarde Euro. «Das ist eine Auszeichnung für die Qualität unseres Wissenschaftsstandortes», so der Bundesrat. «An solchen Projekten wollen wir beteiligt sein.»

Der nun beschlossene Schritt bedeute, dass Wissenschaftler und Hochschulen in der Schweiz nun neue Projekte eingeben könnten. Diese würden dann in Brüssel geprüft. Bei einer Annahme werde die Schweiz mit der Ausführung beauftrag und mit den nötigen finanziellen Mitteln ausgestattet.

Teilnahme gilt bis 2016

Die zweite und dritten Säule, «Führende Rolle der Industrie» und «Gesellschaftliche Herausforderungen», bleiben der Schweiz verwehrt. Natürlich hätte man dort auch gerne mitgemischt, wie Johann Schneider-Ammann zugibt. Allerdings habe man bei diesen Projekten in der Vergangenheit auch nicht teilgenommen – insofern gebe es keine Veränderung.

Die Teilnahme an der ersten Säule gilt bis 2016 – dann muss neu verhandelt werden.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Nico Basler, Basel
    Jetzt nach seinem medialen Bildungserfolgt kann sich ja unser leicht überforderter BR Johann Schneider zurücklehnen und die lächerlichen 100 Mio CHF für die höhere Berufsbildung wieder vergessen. Wetten?
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  • Kommentar von Christian Grabener, Bern
    Einfach grausam, die selbst-überschätzenden Kommentare zu lesen. Um es festzuhalten; es fliesst weit mehr Geld IN die Schweiz als AUS der Schweiz. Bitter ist jedoch, dass hier die Gelder in die ohnehin sehr gut mit Geldern ausgestatteten ETHn fliessen, die FHn (Säule 2 & 3) gehen - wieder einmal - leer aus, doch sind es genau die, die Anwendungs- und damit Industrie- und Arbeitsplatznahe Forschung betreiben - und Letztere damit auch sichern. Nein, bin kein FH-Prof, sondern Industrievertreter.
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    1. Antwort von P Zunger, Basel
      @ Ch Grabener: Völlig einig mit Ihnen, volkswirtschaftliche Mehrwert aus Forschung wird von FHs zusammen mit Industrie generiert, ETHs machen Elfenbeinturm Forschung, kaum direkte wirtschaftliche Relevanz. Zu Horizon 2020: Ziel sei mehr Fokus auf KMU, allerdings nur 20% des Budgets; Ziel sei, Bewilligungsverfahren nach Einreichung in Brüssel auf 1 Jahr(!) zu verkürzen, d.h. von Projektidee bis Projektstart "nur" noch 2 Jahre, bis zu umsetzbaren Resultaten >5 Jahre: Nicht grad KMU tauglich, oder?
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    2. Antwort von Resi Weber, Lausanne
      Herr Grabener, kann Ihre "Grausamkeit" total verstehen. Doch denke, ich dass hier die Meisten nicht wissen warum es eigentlich geht und lediglich Ihre Abneigung gegenüber der EU zum Ausdruck geben. Don't worry, Sie haben ja auch noch die Mehrheit der Romands als Unterstützung.
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  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    Wenn die EU bei Horizon 2020 kompromissbereit ist, so braucht sie das Geld oder sie hat Angst dass Schweizer Erfindungen nicht über die EU abgewickelt würden. Es hat immer einen Grund warum.... Denken wir an die chemische und pharmazeutische Industrie die andauernd forscht und da will die EU dabei sein. Wenn man weiss dass wir gesammthaft mehr zahlen als aus der EU beziehen ist der Fall ja wohl klar, auch wenn JSA das anders deutet.
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