Wolf schlägt im Wallis wieder zu

Der Wolf hat in der Region Goms erneut mehrere Schafe gerissen. Acht Schafe wurden diese Woche im Oberwallis tot aufgefunden. Damit steigt die Zahl der gerissenen Schafe auf 28.

Im Wallis steigt der Unmut der Bevölkerung zusehends. Auslöser für den Zorn ist der Wolf. Immer mehr Behörden fordern daher den Abschuss des Tieres.

Der neuste Fund von acht gerissenen Schafen wird die Debatte zusätzlich anheizen. Die Tiere wurden in der Region Obergoms gefunden, wie der zuständige Wildhüter Hubert Blatter auf Anfrage der Tagesschau bestätigte. Dies obwohl ein Herdenschutzhund bei den Tieren war. Die Zahl der getöteten Schafe steigt im Goms damit auf 28 an.

Abschuss oder nicht?

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Was sich Wolf erlauben kann

Bund und Kantone entscheiden, wann ein Wolf abgeschossen wird. Einige Eckpfeiler auf der Sündenliste sind umstritten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ob es der Wolf M35 war, der die Schafe gerissen hat, ist noch nicht sicher. «Wir gehen davon aus, dass es sich um den M35 handelte», sagte Blatter. Allerdings könne erst eine DNA-Probe Klarheit bringen.

Sollte sich der Verdacht bestätigten, könnte es für M35 ungemütlich werden: Wenn ein Wolf innerhalb eines Monats 25 Schafe reisst und die vorgeschriebenen Präventionsmassnahmen eingehalten wurden, kann der Wolf zum Abschuss freigegeben werden. Dieser Entscheid liegt nun beim Kanton.

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Keine Wolfsfreien Zonen im Wallis

3:15 min, aus Schweiz aktuell vom 5.6.2013