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Schweiz Zürich testet neues Asyl-Konzept und spart Geld

Unweit der Limmat soll ein Bundeszentrum für Asylsuchende entstehen. Läuft alles nach Plan, werden bereits in einem Jahr 500 Menschen hier untergebracht sein. Dann sollen auch schnellere Asylverfahren möglich sein.

Legende: Video Das neue Asyl-Bundeszentrum in Zürich abspielen. Laufzeit 01:17 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 01.02.2013.

Das Bundesamt für Migration (BFM) will das Duttweiler-Areal in Zürich-West für 15 Jahre mieten. Dort soll das geplante Bundeszentrum für Asylsuchende entstehen, wie die Stadt Zürich und das BFM gemeinsam mitteilten.

Das Konzept, das hier getestet werden soll, sieht vor, dass alle Beteiligten am selben Ort sind – also Asylsuchende, Behörden, Rechtsvertreter und Fachleute.

Guter Willen in Zürich vorhanden

«Das Ziel sind kürzere Verfahrens- und Beschwerdefristen», so Mario Gattiker vom Bundesamt für Migration. Allerdings solle darunter nicht die Fairness bei der Beurteilung der jeweiligen Situation leiden.

Dennoch erhofft sich Gattiker, dass das neue Vorgehen eine abschreckende Wirkung hat. Am Ende könnte dann auch eine Kostenersparnis stehen. Doch zuvor müssen erst einmal Ausgaben getätigt werden. In welcher Höhe genau, dazu will der Chef des Bundesamtes für Migration nichts sagen.

Generell zeigte sich Gattiker erfreut, dass innerhalb weniger nach der Asylkonferenz mit Zürich ein Platz gefunden wurde, an dem der Testbetrieb schon bald aufgenommen werden könne. «Wir spüren hier den Willen zur Zusammenarbeit», so Gattiker.

Bewilligungen und Bau sollen rasch erfolgen

Als Gegenleistung, dass sie dem Bund das Areal vermietet, erhält die Stadt Zürich finanzielle Vorteile: Die 500 Asylsuchenden werden dem städtischen Kontingent von 1900 Asylsuchenden zugerechnet. Sie werden allerdings auf Kosten des Bundes betreut und untergebracht und nicht auf Kosten der Stadt. Zürich kann so pro Jahr 1 Million Franken einsparen.

Zuvor müssen aber die Projektbewilligung und der Bau über die Bühne gehen. Läuft alles nach Plan, dann wird das neue Asylzentrum 2014 seine Pforten öffnen.

An der nationalen Asylkonferenz vom 21. Januar bekannten sich Bund, Kantone, Städte und Gemeinden in einer Erklärung dazu, den Asylbereich umzustrukturieren.

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Vreni Müller, Chur
    Ich finde, dass der Bundesplatz der beste Platz für die Asylsuchenden währe. Container-Siedlung aufstellen ist doch kein Problem, oder?
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  • Kommentar von H.Frühling, Bern / Zürich
    Es ist immer wieder erschreckend hier Kommentare von Leuten zu lesen, die nicht "geradeaus denken" können und die immer und zu allem den gleichen "Senf" von sich geben. Dabei ist ohne Weiteres zu erkennen, dass diese Leute sich mit den Problemen überhaupt nicht beschäftigen und sogar Dinge ablehnen, die sie vor kurzem noch als zwingend zu realisieren einforderten. Dazu irgendwelche pauschalen Verdächtigungen und Anpöbelungen anderer Leute (Stans, Gränichen, Interlaken, Birmensdorf usw.)
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    1. Antwort von Vreni Müller, Chur
      Wieviele Asylsuchende haben sie bei sich zu Hause aufgenommen? Sie schreiben ja wie ein "Heiliger". Sie sind ein toller Mensch. Danke für ihre Antwort!
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  • Kommentar von Willi Zimmermann, Berner Oberland
    Das Wasser fliesst zum tiefstmöglichen Punkt. Je steiler das Gelände, umso wilder fliesst es. Das kann letztlich auch keine Staumauer verhindern. Und junge arbeitslose Menschen aus ärmeren Ländern migrieren in die Länder der Glückseligkeit (aus ihrer Sicht). Je grösser die vermeintliche Glückseligkeit, umso grösser ist die Versuchung. Wie lange wollen wir uns noch vormachen, das verhindern zu können? Mein Kommentar ist politisch neutral, und auch ich mache mir Sorgen über diese Entwic...
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Ihr Kommentar ist nicht nur neutral, er beschreibt ein Naturgesetz. All die unangenehmen od. traurigen Dinge, die wir heute erleben, sind Folgen der Überschreitungen von Naturgesetzen von gestern. Wir werden tägl. von physikalischen Naturgesetzen untergeordnet, wer merkt das schon. Der Geist geniesst zwar gewissen Freiraum.Es wäre aber wichtig für die gesamte Schöpfung u. ihre Nachwelt auch ihn den Naturgesetzen anzupassen.Das aber tun wir nicht und dafür büssen heute schon tagtäglich.
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