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Schweiz «Zusammen sind wir stärker»

Zufriedene Gesichter beim Staatsbesuch in Bern: Der Schweizer Bundespräsident und Südkoreas Präsidentin Park Geun-Hye haben sich offenbar gut verstanden. Im Interview erklärt Burkhalter, wie er die Zusammenarbeit mit Südkorea intensivieren will.

Bundespräsident Burkhalter und seine Ehefrau schreiten zusammen mit Präsidentin Park in ihrer Mitte eine historische Ehrengarde ab.
Legende: Am Montagabend gab's den offiziellen Empfang mit Dinner in einem Berner Hotel. Keystone

Erstmals seit Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Südkorea 1963 besucht das Staatsoberhaupt offiziell die Schweiz. Präsidentin Park Geun-Hye traf am Montag Bundespräsident Burkhalter. Gegenüber SRF betont er, die Zusammenarbeit mit dem ostasiatischen Land weiter vertiefen zu wollen.

Burkhalter nennt als wichtige Bereiche der künftigen Zusammenarbeit die Wirtschaft, Forschung und Entwicklung, die Erziehung oder die Menschenrechte. «Wir sind zusammen stärker, als wenn wir allein arbeiten», so Burkhalter. Diese Haltung sei bei den Gesprächen mit der koreanischen Delegation klar zum Ausdruck gekommen.

Wirtschaftsbeziehungen vertiefen

Der Bundespräsident betont, dass es aus wirtschaftlicher Sicht trotz des Freihandelsabkommens, das seit 2006 zwischen der Schweiz und Südkorea gilt, «Verbesserungspotenzial» gebe.

Das Abkommen wurde von der Efta mit Südkorea ausgehandelt, ist also nicht rein auf die schweizerisch-südkoreanischen Bedürfnisse ausgerichtet. «Wir möchten mit Korea immer die besten Bedingungen haben für unsere Wirtschaft.» Das sei sehr wichtig für die Schweizer Exportwirtschaft, sagt Burkhalter.

Sowohl Südkoreaner wie auch die Schweizer würden sehr viel arbeiten, die Qualitäten beider Länder seien nicht sehr weit auseinander, betont der Bundespräsident. «Wir sind beide sehr offen für neue Ideen – dies können beide Seiten einbringen und zusammen stärker sein.»

Ein bisschen wie in der Schweiz

Burkhalter zeigt sich auch persönlich beeindruckt von Südkorea: Es sei ein sehr kontrastreiches Land mit einer sehr modernen Jugend und sehr alten Traditionen. «Dies zusammenzubringen ist ein Wunder – ein bisschen wie in der Schweiz.»

Grossen Respekt zollt er auch der Entwicklung, die Südkorea seit dem Krieg vor 60 Jahren durchgemacht hat: Das ostasiatische Land habe sich aus einer «katastrophalen Lage nach einem furchtbaren Krieg» zu einem der dynamischsten Länder der Welt entwickelt, so der Bundespräsident.

Staatsbesuch wird heute fortgesetzt

Heute Dienstag will sich Präsidentin Park über das duale Bildungssystem der Schweiz, das sie für vorbildlich hält, informieren: Zusammen mit Bundespräsident Burkhalter wird sie die Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern besuchen.

Die Schweiz ist seit 60 Jahren als aktives Mitglied in der Überwachungskommission der Neutralen Nationen an der innerkoreanischen Grenze zwischen Süd- und Nordkorea präsent. Derzeit sind fünf Schweizer Offiziere an der Demarkationslinie in Panmunjom stationiert. Sie überwachen zusammen mit fünf Offizieren aus Schweden das Waffenstillstandsabkommen aus dem Jahr 1953.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Ich mag die Koreaner. Aber nicht unsere Politiker! Einerseits geben die Phrasen wie "zusammen sind wir stärker" raus, auf der anderen Seite werden unsere Ärmsten schikaniert wo es nur geht (z.B. Randständigen das Hundegeld wegnehmen, etc.). So ein erbärmliches Verhalten wie in der reichen Schweiz findet man selten wieder. Neider, Missgünstler und Kopfnicker nach Oben. Hauptsache man kann den Anderen fertig machen. Menschenwürde und Solidarität gelten zuerst mal für unsere eigenen Bürger!
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  • Kommentar von O. Toneatti, Bern
    Auf dieses, von den Amerikanern unterjochte und mit Waffen aufgerüstete, korrupte und allein nicht lebensfähige Südkorea sollten wir uns hier nicht allzu viel einbilden. Für die Amis ist Südkorea ein wichtiger Militärstützpunkt, um dort für den Weltfrieden gefährliche, militärische Manöver gegen Nordkorea zu provozieren. Auch wenn wir in der Schweiz scheinbar "neutral?" sind, sollten wir vor diesen Tatsachen nicht die Augen verschliessen.
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  • Kommentar von Marlies Artho, Schmerikon
    Zusammen sind wir stark. Dies präsentieren Sie auch Wort Wörtlich, denn Ihre Auftritte sind meistens zusammen mit Ihrer Frau. So steht hinter einem starken Mann, vielleicht auch eine starke Frau. Aber ich hoffe, dies gelte nicht nur fürs Ausland, sondern, dass Sie den Puls, der eigenen Bevölkerung auch spüren.
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    1. Antwort von Marlene Zelger, 6370 Stans
      Sehr gut kommentiert, Frau Artho. Es ist Zeit, dass die Landesregierung wieder mal "nach Hause kommt".
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