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Wahlen15 Aargau Wahlprognostiker: Bürgerliche holen 16. Nationalratssitz

Stimmenverluste auf der linken Seite und in der Mitte, etwas Zuwachs auf der rechten Seite: Das sind in etwa die Prognosen der Aargauer Wahlarithmetiker Max Knecht (Wettingen) und Stephan Müller (Aarau). Bei der Sitzverteilung bleibt alles beim Alten, der 16. Sitz geht wohl an die CVP.

Legende:
Potential Aargauer Listenverbindungen Das Wählerpotential der Listenverbindungen im Aargau, basierend auf den Resultaten der Nationalratswahlen 2011. ag.ch

Nationalratswahlen

Wichtigste Kennzahlen: Für einen Sitz im Rat braucht es einen Stimmenanteil von 5.88 Prozent (100:17); der Aargau hatte bis jetzt 15 Sitze im Nationalrat, neu sind es 16 Sitze.

Prognostiker Stephan Müller sieht folgende Szenarien:

  • Die bügerliche Listenverbindung holt total rund 60 Prozent der Stimmen. Deshalb gehen 10 Sitze an CVP, FDP, und SVP.
  • Das bürgerliche Lager legt damit um einen Sitz zu. Der Sitz geht wahrscheinlich an die CVP, die damit wieder zwei Sitze hätte im Nationalrat.
  • Der 10. Sitz könnte aber auch an die SVP gehen. Dies dann, wenn die SVP leicht zulegt und die CVP leicht verliert. Es wird auf jeden Fall eng.
  • Die Listenverbindung mit FDP und SVP war ein strategischer Fehler für die CVP. Hätte sie sich mit BDP, GLP und EVP zusammengeschlossen, hätte sie ihren 2. Sitz zu 100 Prozent auf sicher gehabt.
  • Die SVP kann ihren Stimmenanteil halten oder leicht steigern, sie erringt sicher wie bisher 6 Sitze, eventuell sogar 7. Die CVP stagniert oder krebst leicht zurück.
  • Die FDP legt deutlich an Stimmen zu. Der Fall Markwalder schadet ihr nicht. Sie bleibt bei 2 Sitzen.
  • BDP und GLP verlieren deutlich an Stimmen. Ihre 2 Sitze im Nationalrat haben sie aber trotzdem auf sicher. Denn zusammen mit der EVP holt diese Verbindung mindestens 12 Prozent der Stimmen. Und das genügt für 2 Sitze. Die EVP geht leer aus.
  • Grüne und SP verlieren ebenfalls Stimmen. Der Grund: Die Zugpferde Geri Müller und Pascal Bruderer treten in der NR-Wahl nicht mehr an. Sie holten immer Stimmen über die Parteigrenzen hinaus. Dieser Effekt spielt 2015 nicht mehr.
  • Grüne und SP können aber ihre Sitze (SP 3, Grüne 1) trotzdem halten, weil ihre Listenverbindung sicher auf 24 Prozent Wähleranteil kommt.

Prognostiker Max Knecht sieht folgende Szenarien:

  • Die bürgerliche Listenverbindung holt total rund 60 Prozent der Stimmen. Deshalb gehen 10 Sitze an CVP, FDP, und SVP.
  • Der zusätzliche Sitz geht sicher an die CVP. Dieser fehlten in den NR-Wahlen 2011 nur ganz wenige Stimmen. Diese kann sie jetzt mit der grossen Listenverbindung wieder holen. Damit hat die CVP wieder 2 Sitze.
  • Die SVP kann ihren Stimmenanteil halten (6 Sitze). Die CVP legt zu (2 Sitze).
  • Der Fall Markwalder schadet der FDP. Anstatt ihren Stimmenanteil deutlich zu steigern, kann sie ihn nur halten. Sie bleibt bei 2 Sitzen.
  • BDP und GLP verlieren an Stimmen. Ihre zwei Sitze im Nationalrat haben sie aber trotzdem auf sicher. Denn zusammen mit der EVP holt diese Verbindung mindestens 12 Prozent der Stimmen. Und das genügt für zwei Sitze. Die EVP geht leer aus.
  • Die Grünen verlieren deutlich an Stimmen. Ihnen fehlt das Zugpferd Geri Müller. Sie können ihren Sitz aber dank der Listenverbindung mit der SP halten.
  • Die SP kann ihren Stimmenanteil halten oder ihn leicht steigern. Sie bleibt bei 3 Sitzen.

Ständeratswahlen

Die freisinnige Christine Egerszegi tritt am 18. Oktober dieses Jahres nicht mehr an. Der zweite Aargauer Sitz, welcher bis anhin von der FDP gehalten worden ist, wird damit frei. Pascale Bruderer von der SP kandidiert als Bisherige und will diesen Sitz verteidigen.

Prognostiker Stephan Müller sieht folgende Szenarien:

  • Pascale Bruderer wird mit einiger Wahrscheinlichkeit schon im 1. Wahlgang gewählt.
  • Im zweiten Wahlgang hätte dann Philipp Müller (FDP) die besten Chancen.
  • Sollte Pascale Bruderer die Wahl im 1. Durchgang nicht schaffen, wird sie sicher im 2. Wahlgang gewählt. Prognosen für die anderen Kandidatinnen und Kandidaten sind nicht möglich.

Prognostiker Max Knecht sieht folgende Szenarien:

  • Pascale Bruderer wird sicher im 1. Wahlgang gewählt.
  • Im 2. Wahlgang hat Philipp Müller (FDP) die besten Chancen.

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