Wer mit wem? Die Nationalrats-Listenverbindungen im Kanton Bern

Die Listenverbindungen im Kanton Bern für die Nationalratswahlen zeigen, wer mit wem die Nähe sucht. Und sie zeigen auch, wer miteinander lieber nichts zu tun haben will.

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Bildlegende: Listenverbindungen: Die Hoffnung auf das Restmandat. Keystone

Die Parteien und politischen Gruppierungen des Kantons Bern haben für die Nationalratswahlen vom 18. Oktober fünf Listenverbindungen vereinbart. Solche Bündnisse haben den Zweck, die Kräfte zu bündeln und ein Restmandat zu ergattern.

Allerdings ist es im Herbst 2018 sehr schwer, im Kanton Bern einen Nationalratssitz zu erobern. Von den 26 amtierenden Ratsherren und -Damen treten nur zwei nicht mehr an. Dazu hat der Kanton Bern neu nur noch 25 Sitze zu vergeben, also ein Mandat weniger.

Die Listenverbindungen im Kanton Bern:

  • Im rotgrünen Lager ist der Schulterschluss klassisch: SP und Gewerkschaften, JUSO, Grüne und die Partei der Arbeit finden zusammen.
  • Die SVP verbindet sich nur mit der eigenen Jungpartei und dem politisch bedeutungslosen Alpenparlament aus dem Berner Oberland.
  • Die FDP verbündet sich lediglich mit dem Jungfreisinn, was einem Alleingang gleich kommt.
  • Am rechten Rand des Parteienspektrums finden EDU und Schweizer Demokraten in einer Listenverbindung zusammen.
  • Neu ist das grosse Bündnis in der politischen Mitte: Die BDP verbindet sich mit der EVP, der CVP, den Grünliberalen und der Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Gesellschaft.