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Wahlen15 Zürich Martin Graf kandidiert für Nationalrat

«Ich stehe auf der Liste», kündigt der abgewählte Zürcher Regierungsrat Martin Graf als Regionaljournal-Wochengast an. An eine Wahl in den Nationalrat glaubt er jedoch nicht. Die Gründe für seine Abwahl aus der Zürcher Regierung sieht er nach wie vor nicht bei sich selbst.

Legende: Audio Interview mit Martin Graf (10.5.2015) abspielen. Laufzeit 14:22 Minuten.
14:22 min, aus Regi ZH SH vom 10.05.2015.

Nach seiner Abwahl habe er viel nachgedacht, sagt Martin Graf im ersten Interview seit dem Wahlsonntag. An seiner Analyse zur Abwahl, die er schon damals gemacht hatte, hält er jedoch weitgehend fest. Der Fall um den Jugendstraftäter Carlos und die Kampagne, die gegen ihn geführt worden sei, seien wichtige Punkte, sagte er schon damals. Zusätzlich erklärt er im Interview nun, dass er von der SP möglicherweise schlecht unterstützt worden sei.

«SP hatte Angst um Jacqueline Fehr»

«Das linke Viererticket hat nicht funktioniert», erklärt er. «Wahrscheinlich hatten die SP-Wähler Angst um Jacqueline Fehr», vermutet Graf. Sie hätten ihn als Vertreter der Grünen deshalb nicht gewählt. Eigene Fehler, die zur Abwahl geführt haben könnten, sieht er weiterhin nicht.

Nationalratssitz für Martin Graf?

Eigentlich habe er mit der Politik nun abgeschlossen, sagt Martin Graf. Im Herbst will er allerdings noch für die Nationalratswahlen kandidiere. Allerdings habe er keinen der vorderen Listenplätze. Er rechne sich deshalb kaum Wahlchancen aus. «Wenn ich doch gewählt werde, würde ich das Amt aber annehmen.» Ansonsten wisse er noch nicht genau, wie er sich beruflich neu orientiere. «Mit 60 Jahren ist das nicht mehr so einfach», hält Martin Graf fest. Deshalb brauche er noch Zeit, bis er wisse, was er beruflich weitermache.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Dieser 'Fall Carlos'-Versager wird nie mehr in ein Amt gewählt. Das ist auf ewig sein Albatross. Und das ist gut so.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Politiker, die einfach Gründe oder Fehler bei einer Abwahl nicht einsehen können oder wollen und sich anschliessend sogar noch für ein neues (noch höheres!) nationales Amt bewerben, sind tatsächlich nie mehrheitlich wählbar! Jeder seriöse Berufsmann oder Handwerker zeigt mehr Bodenhaftigkeit und Einsicht, als Leute, die ohne Politik offenbar brotlos sind oder es werden könnten! Interessanterweise finden sich solche "NUR"-Politker meistens auf der links/grünen Seite der politischen Ideologien!
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