Wahlbeobachter werfen kritischen Blick auf Kandidaten-Homepages

Die heisse Phase des Wahlkampfs hat begonnen: Kein Tag, ohne dass die Kandidatinnen und Kandidaten ein Interview geben, bei einer Standaktion auf Stimmenfang gehen oder mit einer möglichst originellen Aktion Aufmerksamkeit generieren wollen. Immer wichtiger wird für sie der Auftritt im Internet.

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Die Wahlbeobachter

Die Wahlen 2015 durch die Brille junger Erwachsener: Auszubildende und Maturanden verfolgen den Wahlkampf, fühlen den Kandidaten auf den Zahn und berichten von ihren Erlebnissen. Die Serie entsteht in Zusammenarbeit mit den Berufsschulen Bern und Freiburg und mit dem Kollegium Brig.

Weitere Berichte finden Sie unter srf.ch/wahlen bei Ihrem Kanton.

Sie sind fast alle online: die 14- bis 19-Jährigen. 97 von 100 sind gemäss dem Bundesamt für Statistik im World Wide Web unterwegs. Knapp die Hälfte der Schweizer nutzen Social-Media-Plattformen und über ein Viertel teilt regelmässig Links, Fotos und Videos im Web.

Da erstaunt es nicht, dass Facebook, Twitter oder Youtube immer wichter werden, um gerade auch die jungen Wählerinnen und Wähler zu erreichen. Doch gelingt ihnen das auch? Die Wahlbeobachter des Regionaljournals haben die Seiten der Ständerats-Kandidatinnen und -kandidaten deshalb unter die Lupe genommen. Auf den Prüfstand kamen die Seiten von Hans Stöckli (SP/bisher), Werner Luginbühl (BDP/bisher), Christine Häsler (Grüne), Claudine Esseiva (FDP), Marianne Streiff (EVP), Jürg Grossen (GLP) und Albert Rösti (SVP).

Privates gefragt

Grundsätzlich positiv bewerteten die Wahlbeobachterinnen und Wahlbeobachter, wenn die Kandidaten auf ihrer Website Privates preisgeben. Sie wollen wissen, wer der Mensch hinter dem politischen Programm ist. Die politische Botschaft jedoch fällt bei den jungen Wahlbeobachtern jedoch häufig durch. Entweder kämpfen sie sich erst gar nicht durch die langen Textpassagen, verstehen diese nicht oder finden sie zu unkonkret. Zudem wünschen sie sich mehr Videos oder mehr Möglichkeiten zur Interaktivität.