Christian Levrat: «Ich wäre gerne Koch geworden»

Zu tiefe Löhne und hohe Flexibilität. Der SP-Ständerat besucht im Auswärtsspiel des Regionaljournals das Hotel-Restaurant Bel-Air in Praz am Murtensee.

Die Gastrobranche hat einen Gesamtarbeitsvertrag und einen Minimallohn von 3400 Franken. Das genügt SP-Ständerat Christian Levrat noch nicht. «Die Branche muss einen zusätzlichen Effort leisten.»

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Das Auswärtsspiel

Im Hinblick auf die eidgenössischen Wahlen lädt das Regionaljournal die sechs Ständeratskandidaten des Kantons Freiburg zu einem Auswärtsspiel ein. Analog zum Sport stossen sie dabei mit ihren Überzeugungen auf Widerstand - haben also kein politisches Heimspiel.

Restaurantbesitzer Roland Chervet relativiert: «Der Minimallohn ist für ungelernte Arbeitskräfte aus Portugal oder Afrika.» Nach ein paar Monaten würden die Löhne um ein- bis zweihundert Franken pro Monat steigen. Sozialdemokrat Christian Levrat aber findet: «Für jemanden, der fix in der Schweiz wohnt, reicht das nicht zum Leben.»

Höhere Flexibilität verlangt

Restaurantbesitzer Roland Chervet möchte flexiblere Arbeitszeiten. «Die Leute sollten in der Saison längere Zeit am Stück arbeiten dürfen.» Tiefe Löhne und Flexibilität - für Christian Levrat ist klar, «das ist eine harte Branche. Schade, ich wollte selber mal Koch werden.»

Lange Arbeitszeiten würden Jugendliche abschrecken, in der Gastrobranche zu arbeiten. Es gebe auch Vorteile, meint Roland Chervet. «Im Sommer können meine Angestellten im See baden gehen.»

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Wiederwahl praktisch sicher

Christian Levrat wurde 1970 geboren. Er ist verheiratet, Vater dreier Kinder und wohnt in Vuadens im Greyerzbezirk. Levrat ist Jurist und seit 2012 Ständerat, zuvor war er knapp neun Jahre Nationalrat.

Christian Levrats Wiederwahl gilt als sicher, er erzielte 2011 bei den Nationalratswahlen das beste Resultat aller Kandidierenden und kann auf die Unterstützung sämtlicher Freiburger Linksparteien zählen.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)