Glarner SP will mit Jacques Marti in den Nationalrat

Der Präsident der BDP Schweiz, Martin Landolt, bekommt fünf Wochen vor den Wahlen doch noch Konkurrenz. Jacques Marti, Sohn des früheren Nationalrats Werner Marti, will den einzigen Glarner Sitz im Nationalrat an die SP zurückholen. Die SVP Glarus entscheidet sich gegen eine Kandidatur.

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Bildlegende: Jacques Marti rechnet sich gute Chancen aus: «Jetzt muss das linke Lager mobilisiert werden.» ZVG Jacques Marti

Geplant ist, dass Jacques Marti nächsten Mittwoch von der Glarner Kantonalpartei offiziell als Nationalratskandidat nominiert wird. Marti bestätigte am Freitag auf Anfrage seine von der Glarner Ausgabe der Zeitung Südostschweiz öffentlich gemachte Kandidatur.

Den Einstieg in den Wahlkampf begründete der 32-jährige damit, dass das links-grüne Spektrum von Glarus in Bern seit dem Rücktritt seines Vaters im Jahre 2008 nicht mehr vertreten sei. Er wolle den Sitz für seine Partei zurückholen.

Marti, Rechtsanwalt und Bauunternehmer von Beruf und in Sool wohnend, ist politisch kein unbeschriebenes Blatt. Er ist Fraktionschef der SP im Kantonsparlament.

SVP überrascht von SP-Kandidatur

Noch im August sagte die Glarner SVP, sie würde den Sitz von Martin Landolt nicht angreifen. Wegen Martis Kandidatur überlegte es sich die Partei noch einmal, einen Kandidaten zu stellen. Nun hat sich die SVP definitiv gegen eine Kandidatur entschieden, heisst es in einer Mitteilung.