«Die Politik wäre bei einem angemessenen Frauenanteil besser»

Die Frauenzentrale Graubünden ruft dazu auf, im Herbst Frauen auf den Wahlzettel zu schreiben. Die Politik würde ausgeglichener, wenn mehr Frauen in der Politik wären, sagt die Präsidentin der Frauenzentrale. Das Thema «Frauen» sei bei den Parteien aber mittlerweile auf der Agenda.

33 Prozent der Kandidierenden im Kanton Graubünden sind Frauen. Der Frauenanteil ist höher als bei den letzten Nationalratswahlen und höher als bei den Grossratswahlen im letzten Jahr. Inklusive der Jungparteien stellt die FDP mit sechs Frauen die meisten Kandidatinnen, gefolgt von der SP mit fünf. Den dritten Rang teilen sich CVP und SVP mit je vier Frauen. Je zwei Kandidatinnen kommen von der GLP und der BDP.

«  Es hat sich etwas getan in den letzten Jahren. Die Parteien haben erkannt, dass sie auch Frauen auf die guten Listenplätze setzen müssen. »

Cathrin Räber
Präsidentin und Geschäftsführerin der Frauenzentrale

Jede dritte Kandidatur kommt in diesem Jahr von einer Frau. «Da gibt es noch Luft nach oben», sagt Räber mit einem Lächeln. Würden noch mehr Frauen kandidieren, steige die Chance, dass auch mehr Frauen gewählt würden.

Die Frauenzentrale ruft, wie bei vorangegangenen Wahlen, dazu auf, Frauen zu wählen. Auf ihrer Internetseite stellt sie die 23 Kandidatinnen im Kanton in den Fokus. Die Frauenzentrale hofft, dass im Oktober zwei Frauen den Sprung in den Nationalrat schaffen werden.