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Wahlen15 Luzern Luzerner CVP und FDP wollen Basis von einem «Päckli» überzeugen

Die Parteispitzen von CVP, FDP, BDP und EVP wollen im Kanton Luzern mit einer Listenverbindung in die Nationalratswahlen steigen. Auch für die Ständeratswahlen empfehlen sie eine Listenverbindung.

Legende: Audio Listenverbindung CVP und FDP (13.08.2015) abspielen. Laufzeit 02:21 Minuten.
02:21 min, aus Regi LU vom 13.08.2015.

Mit der Listenverbindung wollten die vier Parteien sicherstellen, dass bei den Nationalratswahlen möglichst viele Restmandate «in der bürgerlichen Mitte» blieben, teilte die FDP Luzern am Mittwochabend mit. Für den Ständerat sollen der bisherige Konrad Graber (CVP) und Kantonsrat Damian Müller (FDP) auf der gemeinsamen Listen antreten.

Vor vier Jahren noch undenkbar

Bereits bei den Wahlen 2011 wollte die CVP mit der FDP zusammen spannen. Damals scheiterte die Listenverbindung am Nein der FDP. Die Vorzeichen seien in diesem Jahr nicht dieselben, sagt FDP-Präsident Peter Schilliger. Man steige aus einer Position der «Stärke ins Rennen» und wolle die Sitzzahl von zwei auf drei erhöhen.

Parteibasis nicht nur begeistert

Die CVP will dank der Listenverbindung ihre drei Sitze im Nationalrat halten. «Wir sind uns jedoch bewusst, dass einzelne Parteimitglieder schwer schlucken, wenn wir diese Listenverbindung eingehen,» sagt Parteipräsident Pirmin Jung.

Der Vorstand der CVP Luzern werde am 17. August und die Delegierten der FDP am 18. August über die Empfehlung abstimmen. BDP und EVP hätten die Listenverbindung mit der CVP bereits beschlossen. Sie stünden auch einer Verbindung mit der FDP positiv gegenüber, hiess es.

Nur SVP kämpft alleine und will profitieren

Als Folge der Listenverbindung zwischen den Mitteparteien ist die SVP die einzige bürgerliche Partei, die alleine in den Wahlkampf steigt. «Für die SVP heisst das, dass wir eine noch höhere Mobilisierung erreichen werden, weil jedes Parteimitglied weiss, dass jede Stimme zählt,» sagt SVP-Kantonalpräsident Franz Grüter.

Am Dienstag hatten bereits die Spitzen von SP und Grünen ihre Pläne für eine Listenverbindung mit der GLP bekanntgegeben. Sie wollten damit einen Sitzgewinn der SVP verhindern, hiess es. Die Delegierten der beiden Parteien werden ebenfalls am 18. August über die Listenverbindung entscheiden. Bei der GLP wird am 20. August abgestimmt.

Der Kanton Luzern hat zehn Nationalratssitze. Drei hat die CVP inne, je zwei SVP und FDP. SP, Grüne und GLP haben je einen Sitz.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Josef Emmenegger, Willisau
    Mit Ihren Päcklipolitik kann ich nun endlich nichts mehr anfangen. Ich werde sicher nicht eine gemeinsame Liste einlegen. Da bleibt mir nur noch eine Möglichkeit ..........
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Der Schock nach den Luzerner Regierungsratswahlen scheint tief zu sitzen. Dazu kommt die Angst, die "verda...." SVP könnte nochmals kräftig zulegen! Jetzt werden sogar bei den "Bürgerlichen" taktische "Wahlpäckli" geschnürt, die vor kurzer Zeit noch völlig unvorstellbar gewesen wären! Landauf und landab wird uns Stimmbürger(innen) wieder einmal offen und klar gezeigt, welches "DRE...Geschäft" die Politik sein kann! Jeder schaut auf SEIN gebügeltes Hemd, ohne an uns Wähler(innen) zu denken!
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    1. Antwort von U.Haller, Bern
      R.Bolliger,stimme Ihnen zu,es sollte nicht gestattet sein politische Päckli zu schnüren nur um den anderen Parteien zu schaden,so werden die Wahlen verfälscht und die Bürger verraten, nur noch Intrigen und Falschspielen ist schlechte Voraussetzung für gute ehrliche Politik wie ich sie mir vorstelle und erwarte.
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    2. Antwort von Willy Boller, Selevac
      Aber, aber Herr R. Bolliger. Wäre die FDP gesamtschweizerisch Listenverbindungen mit der SVP eingegangen, wäre das etwas gaaanz anderes?
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