SVP kann im Nationalrat wohl durchmarschieren

Es scheint eine klare Sache zu sein: Auf dem Nidwaldner Nationalratssitz dürfte auch nach den Wahlen vom Herbst SVP-Mann Peter Keller Platz nehmen - trotz überraschender Konkurrenz.

Keller wurde vor vier Jahren als erster SVP-Vertreter vom Nidwaldner Stimmvolk nach Bern geschickt. Zuvor war der Nationalratssitz jahrzehntelang in CVP-Hand, bevor er 1995 an die FDP ging. Bei den Wahlen 2011 obsiegte Peter Keller dann gegen Heinz Risi (FDP) und Conrad Wagner (Grüne).

Überraschender Gegenkandidat

Keller war einst persönlicher Mitarbeiter von Christoph Blocher und gehörte von 2006 bis 2011 dem Kantonsparlament, dem Landrat, an. Den Wahlen im Herbst 2015 kann Keller gelassen entgegensehen.

Zwar wurde im letzten Moment, kurz vor Ablauf der Eingabefrist, eine überraschende Gegenkandidatur eingereicht. Zur Wahl stellt sich nun auch der Journalist Andreas Fagetti und verunmöglicht damit eine stille Wahl.

Der 55-jährige Fagetti arbeitet bei der «Wochenzeitung» in Zürich und tritt auf der Liste «Demokratie ermöglichen» an. Seine Wahlchancen dürften aber äusserst gering sein.

CVP und FDP konzentrieren sich auf den Ständerat. Die CVP will ihren Sitz in der kleinen Kammer nach dem Verzicht von Paul Niederberger behalten, die FDP greift an und will das Mandat zum ersten Mal überhaupt erobern.