CSP-Mann Karl Vogler will im Nationalrat bleiben

Der CSP-Nationalrat kandidiert für eine weitere Legislatur. Er wird unterstützt von der CVP und der FDP – und bekämpft von der SVP.

Der einzige Obwaldner Sitz im Nationalrat war jahrzehntelang von CVP-Männern gehalten worden. 2007 aber vermochte die SVP mit Christoph von Rotz den Sitz zu erobern.

Jedoch nur für vier Jahre: 2011 holte sich Karl Vogler von der CSP das Mandat, dank der breiten Unterstützung der anderen Parteien – namentlich auch der CVP, der wählerstärksten Obwaldner Partei. Im Nationalrat schloss sich Vogler der CVP-Fraktion an.

Im Ständerat wird Obwalden seit 1998 von Hans Hess (FDP) vertreten. Er tritt heuer nicht mehr an. Vorher war der einzige Obwaldner Sitz im Stöckli stets in den Händen der CVP.

Voglers Zwischentief

Im Januar 2012 geriet Nationalrat Karl Vogler in eine schwere persönliche Krise, Ausgelöst wurde diese durch Vorwürfe in Zusammenhang mit der Obwaldner Justizaffäre, die aus Voglers Sicht unberechtigt waren. Vogler hatte darauf versucht, sich das Leben zu nehmen.

Der Nationalrat sprach danach von einer Kurzschlusshandlung. Er fing sich wieder auf und blieb im Amt. Karl Vogler sitzt seither fest im Sattel und punktete im letzten Jahr auch als Co-Präsident des Komitees Pro Hochwasserschutz.

Konkurrenz von rechts

Der Rechtanwalt und Notar wird auch bei den Wahlen 2015 wieder von CVP und SP unterstützt - sowie auch von der FDP. Die Freisinnigen wurden bei den Ständeratswahlen zwar von der CVP-Kandidatur überrascht, sprachen sich aber dennoch klar für Vogler aus.

Die CVP will als grösste Obwaldner Partei wieder im nationalen Parlament vertreten sein. Dieser Anspruch stösst bei der FDP auf wenig Verständnis. Schliesslich gehöre CSP-Nationalrat Karl Vogler in Bern ja bereits der CVP-Fraktion an.

Die SVP hingegen will den Sitz im Nationalrat ein zweites Mal zurückerobern. Sie tritt mit dem Engelberger Kantonsrat Daniel Wyler an. Der 56-jährige Wyler ist Jurist und Unternehmensleiter im Gesundheitsbereich.

Die Kandidaten