Konkurrenz für Schwyzer SVP im Ständerat

Beide Schwyzer Sitze im Ständerat werden von SVP-Männern gehalten. Die CVP will das ändern und ein Mandat zurückholen. Ob's gelingt, ist allerdings offen. Nicht zuletzt deshalb, weil auch zwei Parteilose antreten.

Vor vier Jahren erlitt die CVP des Kantons Schwyz eine empfindliche Niederlage: Ihr Ständerat Bruno Frick wurde nach 20 Jahren in der kleinen Kammer abgewählt. Seither besetzen die beiden SVP-Männer Alex Kuprecht und Peter Föhn die beiden Schwyzer Sitze im Ständerat. Die zwei wollen es im Herbst nochmals wissen - sie wurden von ihrer Partei nominiert.

Diese Scharte will die CVP nun bei den Wahlen auswetzen und einen Sitz zurückholen. Sie schickt dafür ebenfalls eine Zweierliste ins Rennen: Nominiert wurden der Rechtsanwalt und Kantonsrat Bruno Beeler sowie Marco Casanova, Unternehmer und Gemeinderat von Wollerau.

Casanova kommt aus einer Politiker-Familie: Sein Vater ist der frühere Vize-Bundeskanzler Achille Casanova. Beeler und Casanova werden von der Jungen CVP des Kantons Schwyz unterstützt. Sie verzichtet auf eine eigene Kandidatur.

FDP und SP greifen nicht ein

Die Schwyzer FDP verzichtet auf eine Kandidatur bei den Ständeratswahlen und hat Stimmfreigabe beschlossen. Auch die SP tritt bei den Ständeratswahlen nicht an. Sie konzentriert sich darauf, die Wiederwahl von Nationalrat Andy Tschümperlin zu sichern. Tschümperlin ist seit 2012 SP-Fraktionschef.

Die Jungsozialisten hingegen haben entschieden, sich an den Wahlen zu beteiligen. Sie haben zwei Kandidaten für den Ständerat nominiert: Parteipräsident Elias Studer und Vorstandsmitglied Thomas Büeler. Die beiden dürften allerdings ohne Chance bleiben.

Parteilose mischen das Feld auf

Für zusätzliche Spannung sorgt die überraschende Kandidatur von Nathalie Henseler. Die 39-Jährige tritt als Parteilose an und wurde von einem überparteilichen Komitee nominiert. Sie lebt in Rickenbach bei Schwyz und ist Geschäftsführerin und Verwaltungsratspräsidentin der Rotenfluebahn.

Weiter tritt der 64-jährige Albert Knobel aus Altendorf (Bezirk March) als Parteiloser bei den Schwyzer Ständeratswahlen an. Er ist gelernter Tiefbauzeichner. Zuletzt arbeitete Knobel als Sport-Führer.

Für den Nationalrat sieht die Situation so aus: SVP, CVP, FDP und SP teilen sich die vier Schwyzer Sitze. Die Parteien treten jeweils mit einer Viererliste an. Unter den Kandidaten sind alle Bisherigen: Pirmin Schwander (SVP), Alois Gmür (CVP), Petra Gössi (FDP) und Andy Tschümperlin (SP).

Die Kandidaten